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Hightech-Dildo aus Dresden kommt später

Laviu überarbeitet Liebesspielzeug Hightech-Dildo aus Dresden kommt später

Die Dresdner Sextechnologie-Firma Laviu hat die Auslieferung pulsierender Superdildos auf August verschoben. Ursprünglich wollten die Dresdner ihre ersten Liebesspielzeuge, die sachsenweit viel Vorschuss-Lorbeeren eingeheimst hatten, im Frühjahr liefern. Die Umstellung auf Großserie stelle die Firma uns vor größere Herausforderungen als gedacht.

Die Dresdner Sextechnologie-Firma Laviu hat die Auslieferung pulsierender Superdildos auf August verschoben.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die Dresdner Sextechnologie-Firma Laviu hat die Auslieferung pulsierender Superdildos auf August verschoben. Ursprünglich wollten die Dresdner ihre ersten Liebesspielzeuge, die sachsenweit viel Vorschuss-Lorbeeren eingeheimst hatten, im Frühjahr liefern. „Die Umsetzung vom funktionierenden Muster zur Großserie stellt uns vor größere Herausforderungen als gedacht“, räumte Geschäftsführerin Julia Ryssel in einem Rundschreiben an all jene ein, die das junge Unternehmen per Internet-Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) unterstützt hatten.

So hatte eine Kundenumfrage ergeben, dass sich die Nutzerinnen wünschten, dass die Liebesspielzeuge stärker pulsen als von der Ingenieurin zunächst geplant. Auch stellte sich heraus, dass das elektrische Design der Hightech-Dildos zuviel Strom verbraucht und der Akku damit nur eine Stunde durchhält. „Das ist natürlich viel zu wenig“, weiß auch Julia Ryssel. „Für eine Verlängerung müssen wir aktuell die komplette Platinenkonstruktion ändern lassen. Das kostet leider Nerven und auch Zeit.“

Die Ingenieurin Julia Ryssel und der Designer Martin Cirillo-Schmidt hatten ihren innovativen Dildo aus „intelligenten Werkstoffen“ konstruiert, wie sie auch in der Raumfahrt verwendet werden. Diese Werkstoffe lassen sich durch Steuerströme gezielt verformen – brauchen also keine Elektromotoren mehr. Diese Liebesspielzeuge stimulieren die Benutzerinnen, indem sie pulsieren statt laut zu vibrieren wie die marktüblichen Konkurrenzprodukte.

Um die erste Produktgeneration namens „Laviu One“ zur Serienreife zu führen und das Gerät zu vermarkten, hatten die Gründer über eine Million Euro eingesammelt: einerseits von professionellen Risikokapitalgebern, andererseits vom Internetschwarm. Den Kleinspender versprachen sie im Gegenzug Vorzugslieferungen der ersten Hightech-Dildos – die sie nun allerdings verschoben haben.

Ursprünglich hatte sich das Unternehmen nach seiner Gründung am Dresdner Körnerplatz niedergelassen. Ende Januar zog Laviu dann in die alte Post hinter dem Hauptbahnhof um. Dort bieten die Betreiber des „Impact Hub“ seit Anfang 2017 ein Großraumbüro mit Miet-Arbeitsplätzen („Co-Working Space“) an, wollen nach dem Inkubator-Prinzip aber auch junge Firmen ausbrüten.

Von Heiko Weckbrodt

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