Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales High-Tech-Standort Dresden bündelt Ressourcen
Dresden Lokales High-Tech-Standort Dresden bündelt Ressourcen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 28.10.2016
Die Textilforscher werben mit Strukturen, an denen künftig Zellen für Extremitäten und Organe andocken sollen. Direktoir Chokri Cherif zeigt Prototypen aus dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik. Quelle: Foto: sbu
Anzeige
Dresden


Zukünftig werden über 500 Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam unter dem Namen „HP-Fibre-Sctructures“ an faserbasierten High-Tech-Materialien arbeiten. Ziel sei es, innovative Werkstoffe, Strukturen und Produkte auf den Markt zu bringen, so Cherif. „Wir sind in der Lage, Formen und Konstruktionen herzustellen, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren.“ So arbeitet das ITM derzeit in Kooperation mit dem Uniklinikum an Organen aus Kunststoff, die mit echten Zellen bepflanzt werden und eines Tages im menschlichen Körper eingesetzt werden könnten.

Bei einzelnen Projekten kooperieren die Institute schon länger. In einem öffentlichen Sonderforschungsbereich zu textilverstärkten Verbundstoffe arbeiteten zum Beispiel vier Institute an einer Kunststoffsitzschale für Volkswagen, die einmal die herkömmlichen aus Stahl ablösen soll. „Aus der bisher erfolgreichen Zusammenarbeit reifte die Idee für die Forschungsplattform“, sagte Chokri Cherif. Jetzt gehe es vor allem darum, die internationale Sichtbarkeit des Standortes Dresden nachhaltig weiter zu entwickeln.

Grundlage dafür sei die weltweite Führungsposition jedes einzelnen Instituts in seinem Fachgebiet. Das Leibniz-Institut für Polymerforschung arbeitet an der Entwicklung und Herstellung neuer Faserstoffe aus Polymeren. Das ITM verarbeitet die Fasern in einem weltweit einzigartigem Verfahren zu fertigen Strukturen. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU schließlich entwickelt die Strukturen für den Einsatz bei Fahrrädern, Bauteilen oder Werkzeugen weiter. Die beiden Fraunhofer-Institute für Werkstoff- und Strahltechnik und Keramiktechnologie befassen sich mit der Herstellung von Carbon und dem Einsatz von Textilmaterialen in hochkomplexen Bauteilen wie einer Brennstoffzelle.

Man wolle nun schnellstmöglich einen Verein gründen, um auch finanziell abgesichert zu sein, so Cherif. „Wir sind im Moment so erfolgreich, dass sich Forschung und Entwicklung von selbst tragen.“ Großkonzerne wie Rolls-Royce und Daimler gehören zu den Auftraggebern.

Von Sebastian Burkhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In verschiedensten Kursen haben Teilnehmer die Möglichkeit, Nougat und Schokolade eine ganz persönliche Note zu geben und zu lernen, wie man schöne Pralinen für die Liebsten herstellt, leckere Lollis oder kreative Figuren zaubert.

28.10.2016

Das ursprünglich auf 2017 verschobene Adventskonzert des Dresdner Kreuzchors kann nun doch wie ursprünglich geplant am 22. Dezember stattfinden. Ein großer Sponsor, die Stadt und der Verein Dynamo Dresden unterstützen den Auftritt zwei Tage vor Heiligabend im Fußballstadion.

28.10.2016
Lokales Praktikums- und Lehrstellenbörse - Dresden braucht Auszubildende

Als vor sechs Jahren die erste Johannstädter Praktikums- und Lehrstellenbörse geplant wurde, war das Problem klar: Zu viele Bewerber konkurrierten um die wenigen offenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt.

28.10.2016
Anzeige