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Herzzentrum Dresden beendet vierjährige Brandschutzsanierung

Zehn Millionen Euro teure Arbeiten Herzzentrum Dresden beendet vierjährige Brandschutzsanierung

Vier Jahre lang glich das Herzzentrum Dresden einer Baustelle. Nun sind auch die letzten Arbeiten der Brandschutzsanierung, die bei laufendem Betrieb bewerkstelligt werden mussten, abgeschlossen. Zehn Millionen Euro sind in das Vorhaben geflossen.

Bereits 2010 wurden im Herzzentrum erste Probleme beim Brandschutz festgestellt. 2013 begann schließlich die grundhafte Sanierung.
 

Quelle: René Plaul

Dresden.  Es ist vollbracht: Vier Jahre lang glich das Herzzentrum Dresden einer Baustelle, Handwerker bestimmten das Bild. Nun hat es sich ausgehämmert, -gebohrt und -gesägt, auch die letzten Arbeiten der Brandschutzsanierung, die bei laufendem Betrieb bewerkstelligt werden mussten, sind abgeschlossen. Zehn Millionen Euro sind in das Vorhaben geflossen.

Bereits 2010, als es um eine Erweiterung des Hauses ging, wurden erste Probleme beim Brandschutz offenbar. Diese sollten sich in den Folgejahren erhärten. Nach mehreren Gutachten stand fest: Im gesamten Gebäude muss der Brandschutz grundhaft saniert werden. Im Mai 2013 ging es dann schließlich los. „Dass der Umfang der Arbeiten tatsächlich im laufenden Betrieb umsetzbar ist, war am Anfang nur sehr schwer vorstellbar. Hinzu kamen zusätzliche Schwierigkeiten durch zahlreiche verdeckte Mängel, die zu Baubeginn noch nicht bekannt waren“, sagt Christoph Möller, Technischer Leiter des Herzentrums.

Den Baustart markierte die Errichtung einer sogenannten Brandwand. Sie teilt das Haus in Abschnitte auf und soll das Übergreifen von Feuer und Rauch von einem Gebäudeteil zum anderen verhindern. Zudem entstanden in den Folgemonaten zusätzliche Fluchtwege aus den Treppenaufgängen ins Freie. Die Heizkessel wurden gegen eine Fernwärmestation getauscht, die Dampferzeugung erneuert und brandschutztechnisch gesichert. Dank der neu installierten Brandmeldeanlage wird die Klinik nun flächendeckend überwacht. Diese Überwachung ist für ein Krankenhaus zwar vorgeschrieben, gab es bisher allerdings nicht. Unzählige Brandschotts und Brandschutzkappen wurden nachgerüstet, zusätzliche Türen eingebaut und Feuerschutzvorhänge installiert.

Zahlen & Fakten

78 000 Meter Daten- und Elektrokabel verlegt

150 Tonnen Bauschutt beseitigt

jede Station musste zwei- bis dreimal umziehen, zahlreiche Büros bis zu viermal

mindestens 15 Handwerker waren täglich im Einsatz

Brandmeldeanlage von 770 auf 1710 Melder erweitert

5500 Quadratmeter Gipskartonplatten verbaut, das entspricht einem Gewicht von rund 55 Tonnen

1300 Quadratmeter Decken in den Fluren gegen F30-Brandschutz-Decken getauscht

3700 Liter Farbe an die Wände gebracht

770 Meter Kabeltrassen erneuert

9300 Quadratmeter Glasgewebetapete verbraucht

„Für uns alle war die extrem lange Bauphase im laufenden Klinikbetrieb mit enormen Schwierigkeiten und Entbehrungen verbunden. Wir mussten viele Betten sperren. Nicht nur die Normalpflegestationen mussten abschnittsweise saniert werden, auch die Intensivstationen waren zeitweise über mehrere Monate geschlossen, da wir dort nicht in Abschnitten arbeiten konnten“, erklärt Geschäftsführerin Prof. Dr. Bärbel Held. Das sei für die Mitarbeiter eine angespannte Situation und auch für die Patienten schwer vorstellbar gewesen.

„Teilweise konnten Zuweisern Patienten nicht abgenommen werden, was dem Ruf des Hauses nicht zuträglich war“, fasst die Geschäftsführerin die schwierigen vergangenen Jahre zusammen. Nach Abschluss der Sanierung ist ihr Blick nun aber wieder nach vorn gerichtet: „Jetzt wollen wir im Herzzentrum auch medizinisch wieder zahlreiche neue Impulse setzen.“

Von Christin Grödel

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