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Lokales „Herz statt Hetze“ ruft zu Demos am 4. Jahrestag von Pegida auf
Dresden Lokales „Herz statt Hetze“ ruft zu Demos am 4. Jahrestag von Pegida auf
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11:24 05.10.2018
Die Initiative macht am 21. Oktober für ein solidarisches Dresden ohne Rassismus mobil. Quelle: dpa
Dresden

Zum vierten Jahrestag der Pegida-Gründung am 21. Oktober macht die Initiative „Herz statt Hetze“ für ein solidarisches Dresden ohne Rassismus mobil. Wie Kai Schulz, Pressesprecher der Stadtverwaltung, der DNN auf Anfrage mitteilte, sind zwei Demonstrationszüge geplant. Einer startet vom Bahnhof Neustadt und der anderen ab dem Hauptbahnhof. Die Züge werden sich auf dem Postplatz treffen. Laut Schulz wird sich Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) der Initiative anschließen und um 15.30 Uhr auf dem Postplatz eine Ansprache halten.

Auftakt für den Demonstrationszug am Neustädter Bahnhof ist laut „Herz statt Hetze“ um 12 Uhr. Die Route des Zuges, der unter anderem von Tolerave und Die Linke veranstaltet wird, führt über den Alaunplatz und den Gomondai-Platz zum Pirnaischen Platz. Für 13.30 Uhr hat die Initiative „Nationalismus raus aus den Köpfen“ Proteste in Hör- und Sichtweite der Pegida-Kundgebung auf dem Neumarkt angekündigt.

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14 Uhr startet die Demonstration vom Hauptbahnhof, die vom Christopher Street Day (CSD) und dem Bündnis „Dresden.Respekt“ organisiert wird. In diesem Zug sind der Oberbürgermeister mit Vertreterinnen und Vertretern des CSD sowie von Dresden.Respekt vertreten. Laut Schulz sind auch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sowie die Beigeordneten der Landeshauptstadt Dresden geladen. Nach einem Stopp vor der Goldenen Pforte am Rathaus wird sich der Zug zum Pirnaischen Platz und über die Wilsdruffer Straße zum Postplatz bewegen.

Die Initiative „Erhebet Eure Herzen“ lädt für 14 Uhr zu einem Friedensgebet in die Frauenkirche ein. 15 Uhr soll die gemeinsame Demonstration der vereinigten Züge zur Kundgebung auf dem Postplatz starten. „Herz statt Hetze“ hat über die Internetplattform „Twitter“ den Satiriker Jan Böhmermann zur Unterstützung der Demonstration eingeladen. „Komm doch am 21. Oktober nach Dresden“, fordert die Initiative Böhmermann auf.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Montagabend beim „Sachsengespräch“ in der Staatskanzlei erklärt, beim Thema Pegida seien Fehler gemacht worden. „Wenn aus 200 Menschen auf der Straße 30 000 werden, dann ist etwas grundlegend falsch gelaufen bei der Kommunikation.“ Die Politik sei nicht bereit gewesen, den Menschen zuzuhören, sondern habe sie beschimpft. „Und dann haben sie zugemacht.“

Seit vier Jahren würden Menschen in Dresden auf die Straße gehen und ihre Meinung sagen. „Die Polizei sichert das ab. Das ist Meinungsfreiheit“, so der Ministerpräsident. Er könne es aber nicht tolerieren, wenn Dinge wie „Absaufen!“ auf Pegida-Kundgebungen skandiert würden oder wenn er von Menschen anderer Herkunft hören würde, dass sie an Montagen in der Innenstadt Angst hätten. „Ich möchte nicht, dass jemand Angst haben muss in Dresden“, so Kretschmar. Er kündigte seine prinzipielle Bereitschaft an, am 21. Oktober mit bei Herz statt Hetze dabei zu sein,

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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