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Lokales Henning Voscherau prägte die Städtepartnerschaft Hamburg-Dresden
Dresden Lokales Henning Voscherau prägte die Städtepartnerschaft Hamburg-Dresden
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08:57 25.08.2016
Herbert Wagner (l.) und Henning Voscherau 1989 in Dresden. Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Henning Voscherau ist tot. Der Sozialdemokrat, der das Amt des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt Hamburg zwischen 1988 und 1997 bekleidete, ist im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Hirntumors gestorben. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich bestürzt angesichts der Nachricht. Voscherau hatte die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Dresden entscheidend geprägt und den Aufbau der demokratischen und rechtsstaatlichen Verwaltung in der Landeshauptstadt unterstützt. „Er war eine herausragende Persönlichkeit, die mit Mut und Weitsicht die Beziehungen zwischen den Partnerstädten Hamburg und Dresden gestaltet hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie“, so Hilbert. Mit der Unterstützung der Gruppe der 20 im Herbst 1989 hätte Voscherau den Dresdnern gezeigt, dass beide Städte eng verbunden sind.

Betroffen reagierte auch der frühere Dresdner Oberbürgermeister Herbert Wagner (CDU) auf die Nachricht vom Tode Voscheraus: „Das tut mir sehr leid“, sagte Wagner, der bereits vor dem Fall der DDR bei einem Geheimtreffen der Opposition mit dem Hamburger zu tun gehabt hatte und nach der Wende der erste demokratisch gewählte Oberbürgermeister Dresdens war. „Henning Voscherau war ein klarer Demokrat und Patriot über alle Parteigrenzen hinweg“, betonte Wagner. „Er war ein Freund Dresdens und hat viel zum Weg der Stadt zu Freiheit, Demokratie und einen besseren Umweltschutz beigetragen.“ Nicht nur an den Politiker, auch an den Menschen Voscherau erinnere er sich immer wieder gerne, sagte Wagner. „Er war ein nüchterner Hanseat, sehr korrekt, auch kulturell sehr interessiert. Wir hatten einen guten und direkten Draht zueinander. Ich bin ihm sehr dankbar.“

An Voscheraus Bedeutung als Bundesratspräsident in den Jahren 1990/1991 erinnerte Sachsens Ministerpräsident und gegenwärtiger Präsident des Bundesrats Stanislaw Tillich (CDU). In dieser Funktion habe der Hanseat im Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung die Neuen Länder auf den Weg in den gesamtdeutschen Föderalismus begleitet. „Er war ein anregender und engagierter Politiker, der mit Standpunkten und Stil die Debatten bereicherte und unser Land mitgestaltet hat“, sagte Tillich.

Von hw/cg

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