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Hellerau nimmt neuen Anlauf für Bewerbung um das Unesco-Weltkulturerbe

Gütesiegel Hellerau nimmt neuen Anlauf für Bewerbung um das Unesco-Weltkulturerbe

Nachdem Hellerau beim Bewerbungsverfahren um den Titel als Weltkulturerbe vorerst gescheitert ist, nimmt Hellerau einen Anlauf bei der Aufnahme in die prominente Welterbe-Liste der Unesco. „Wir haben unsere Wunden geleckt“, sagt Fritz Straub, Vorsitzender des Fördervereins Weltkulturerbe Hellerau.

Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V. bemüht sich seit 2012 um den Welterbetitel für die Gartenstadt.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Nachdem Hellerau beim Bewerbungsverfahren um den Titel als Weltkulturerbe vorerst gescheitert ist, nimmt Hellerau einen Anlauf bei der Aufnahme in die prominente Welterbe-Liste der Unesco. „Wir haben unsere Wunden geleckt“, sagt Fritz Straub, Vorsitzender des Fördervereins Weltkulturerbe Hellerau und geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Werkstätten. „Nun raffen wir uns zusammen, um die Bewerbung endgültig durchzusetzen.“

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Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V. bemüht sich seit 2012 um den Welterbetitel für die Gartenstadt. Unterstützt durch Freistaat und Landeshauptstadt, wurde die Aufnahme in eine bundesweite Tentativliste angestrebt, die Voraussetzung für die Antragstellung bei der Unesco ist.

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Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V. bemüht sich seit 2012 um den Welterbetitel für die Gartenstadt. Unterstützt durch Freistaat und Landeshauptstadt, wurde die Aufnahme in eine bundesweite Tentativliste angestrebt, die Voraussetzung für die Antragstellung bei der Unesco gewesen wäre. Im Jahr 2014 nahm die Kultusministerkonferenz die Gartenstadt nicht mit in die Vorschlagsliste auf. Stattdessen riet das Komitee dem Förderverein, das Bewerbungskonzept zu überarbeiten. Aus der Begründung des Fachbeirats ging hervor, dass Hellerau lediglich als Gartenstadt und Werkssiedlung verstanden und die Bezüge des Standortes als „Laboratorium der Moderne“ nicht ausreichend begründet wurden.

Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau fühlte sich in der Bewertung allerdings missverstanden, werde sie der Komplexität Helleraus doch nicht gerecht. Der Verein entschloss sich daraufhin, verschiedene Möglichkeiten einer Neuaufstellung zu diskutieren. Dafür wurden Fachleute aus verschiedenen Institutionen und Wissensgebieten Ende März zum Kolloquium „Hellerau - Einordnung der Hellerauer Weltkulturerbe-Bewerbung anhand einiger Aspekte der Reformbewegung“ geladen. Diskutiert wurde über Hürden und Chancen des weiteren Wegs. Die Stadt wolle die Bewerbung weiter unterstützen. „Dresden braucht Hellerau als ’Laboratorium der Moderne’ und als Experimentierfeld im Talkessel“, sagt Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke).

Darin, dass das Vorhaben nach wie vor aussichtsreich sei, waren sich alle Teilnehmer einig. Diskutiert wurden diverse Plots: eine Bewerbung als Gartenstadt, des Europäischen Zentrums der Künste als herausragender Ort der Theaterarchitektur und der Deutschen Werkstätten als innovativer Impulsgeber. Um bessere Chancen im Bewerbungsverfahren zu haben, müsse die Neuaufstellung verschärft und im Zweifelsfalle „verkürzt“ werden. „Wesentliche konstituierende Momente Helleraus sind nicht materiell – also eigentlich keine Bewertungskriterien. Sie sind jedoch wesentlich für die Geburt und den Bestand dieses Ortes“, meint der Förderverein. Doch kann darauf bei der Begründung eines Welterbeantrages verzichtet werden? „Hellerau ist ein Labor, hier hat eine Gruppe von Menschen versucht, etwas gegen die Nachteile der Industrialisierung zu machen. Dies sollte unbedingt Bestandteil der Bewerbung sein. Wenn man sich den Formalien zu sehr anpasst, droht der Kern Helleraus verloren zu gehen“, so Fritz Straub.

Hintergrund

In der 1909 gegründeten Siedlung Hellerau sollte die Idee einer sozialen Gemeinschaft mit dem Wohnideal in der Natur nachhaltig umgesetzt werden. Heute rücken Fragstellungen der energetischen Sanierung, der CO2-Minderung und einer kostengünstigen Energieversorgung verstärkt in den Fokus. Entsprechende bauliche Veränderungen müssten sich aber in die unter Denkmalschutz stehende Gartenstadt einfügen. Der Architekt Clemens Galonska erläutert am Sonnabend um 10 Uhr das Prinzip und den Aufbau der Gartenstadt bei einem Rundgang, an dem auch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) teilnehmen wird. Anmeldungen sind unter der Nummer (0351) 860444 möglich.

Von Juliane Weigt

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