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Heinzelmännchen werkeln in der Frauenkirche in Dresden

Wartungsarbeiten Heinzelmännchen werkeln in der Frauenkirche in Dresden

Rund 25 Handwerker bringen in dieser Woche den Innenraum der Frauenkirche auf Vordermann. Tischler, Kirchenmaler, Techniker und Reinigungskräfte schleifen, streichen und warten die Unterkirche und den Hauptraum. Am kommenden Sonntag öffnet das historische Gotteshaus wieder für Besucher.

Frauenkirchenküster Lutz Pesler säubert während der traditionellen Schließwoche vergoldeten Kirchenschmuck.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Rund 25 Handwerker bringen in dieser Woche den Innenraum der Frauenkirche auf Vordermann. Tischler, Kirchenmaler, Techniker und Reinigungskräfte schleifen, streichen und warten die Unterkirche und den Hauptraum. Acht Tischler von drei verschiedenen Firmen arbeiten alle Bankreihen auf. Das weiche Tannenholz aus dem Schwarzwald wird abgeschliffen, gebeizt und neu geölt. „Zudem entfernen wir abgesplitterte Stellen, an denen die Besucher sich verletzten könnten“, erklärt der Tischlermeister Till Epple vom Tischleratelier „Sinnesmagnet“, der schon seit vielen Jahren bei den jährlichen Wartungsarbeiten in der Frauenkirche mithilft.

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Rund 25 Handwerker bringen in dieser Woche den Innenraum der Frauenkirche auf Vordermann. Tischler, Kirchenmaler, Techniker und Reinigungskräfte schleifen, streichen und warten die Unterkirche und den Hauptraum.

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„Rund zwei Millionen Menschen besuchen die Frauenkirche jährlich“, sagt die Kirchensprecherin Grit Jandura. „Das hinterlässt Spuren“. Besonders den Türen macht der Handschweiß zu schaffen, der die Farbe angreift. Durch die Rucksäcke wird der gelbe Kalkanstrich an den Wänden abgerieben und muss erneuert werden. Trotz täglicher Reinigung des Gotteshauses setzt sich Dreck im Holzboden des Kirchenschiffs fest. Damit der Boden noch lange erhalten bleibt, wird dieser herausgebürstet statt den Untergrund abzuschleifen.

Mit dem Ziegenhaarpinsel wird der vergoldete Taufstein gereinigt

Mit großer Sorgfalt muss am vergoldeten Taufstein gearbeitet werden. Mit einem speziellen Ziegenhaarpinsel reinigen die Handwerker die Blattgoldverzierungen. Ganz oben unter der Kuppeldecke kontrollieren Elektriker die Kirchenbeleuchtung. An den Ein-und Ausgängen werden alle Panikschlösser kontrolliert. Sie können von außen abgeschlossen werden, von innen besteht aber gleichzeitig immer die Möglichkeit, sie zu öffnen.

Jedes Jahr schließt die Frauenkirche in der zweiten Januarwoche für Besucher, um die nötigen Wartungsarbeiten durchzuführen. „Rund 40 000 Euro kosten das Prüfen und Pflegen der Innenkirche“, weiß der Leiter der Kirchbauverwaltung, Thomas Gottschlich. Die Summe setzt sich aus Spendenmitteln der „Stiftung Frauenkirche Dresden“, der „Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden“ und zahlreichen privaten Spendern zusammen.

Wiedereröffnung mit Gottesdienst und Orgelkonzert

Nach vier Tagen Handwerkerarbeiten und zwei Tagen mit anschließenden Reinigungsarbeiten öffnet die Frauenkirche am Sonntag, den 14. Januar wieder ihre Türen. Pfarrer Sebastian Feydt lädt um 11 Uhr zu einem Gottesdienst ein. Von 12.30 bis 14 Uhr können Besucher die Kirche in neuem Glanz in Augenschein nehmen. Anschließend findet um 15.30 ein Orgelkonzert der Organistenfamilie Kummer statt. Im Abendgottesdienst um 18 Uhr wird Pfarrer Joachim Zirkler die Predigt halten. Der Aufstieg zur Kuppel ist bereits ab Freitag, dem 12. Januar wieder möglich.

Von Tomke Giedigkeit

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