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Lokales Heilsarmee führt Dresdner "Lindenhaus" weiter: Quartier für junge Obdachlose bleibt erhalten
Dresden Lokales Heilsarmee führt Dresdner "Lindenhaus" weiter: Quartier für junge Obdachlose bleibt erhalten
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17:12 09.09.2015

Das teilte Marco Fiedler aus dem Geschäftsbereich Soziales der Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage mit.

Die Dresdner Tafel, bisher Betreiber des Hauses, hatte im November erklärt, die Unterkunft nicht weiter betreiben zu wollen. Daraufhin musste die Stadt eilig nach einem neuen Betreiber suchen. Die Bewohner schienen vor einer ungewissen Zukunft zu stehen und zwischenzeitlich kamen sogar Gerüchte auf, im Lindenhaus sollte ein Asylbewerberheim eingerichtet werden. Dem widersprach Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) energisch und kündigte die Suche nach einem neuen Betreiber an.

Da eine Ausschreibung länger dauert, startete die Stadt ein kurzfristiges Interessenbekundungsverfahren unter den einschlägig aktiven Wohlfahrtsvereinigungen in der Stadt. Den Zuschlag habe die Heilsarmee erhalten, weil ihr Konzept sich an junge Wohnungslose richte und auch die Essenverteilung möglich mache, wie es bislang bei der Tafel war.

Die Stadt treibt nun die Suche nach einem Betreiber voran, das Ausschreibungsverfahren bis zur Vergabe könnte etwa zu einer Interimszeit von einem halben Jahr führen, schätzte Fiedler.

Nach seinen Angaben erhielt die Dresdner Tafel für den Betrieb des Lindenhauses rund 21 000 Euro im Jahr und einen Kostensatz pro untergebrachter Person. Bis zu elf Jugendliche können in dem Heim untergebracht werden. Weil diese Zahl nicht immer erreicht werde, derzeit sind es drei, sei das Geld zu knapp geworden, hatte Tafelchefin Edith Franke erklärt. Grünen-Stadtrat Michael Schmelich hatte dem Tafelverein "Missmanagement und autoritäre Führungsstruktur" vorgeworfen und Franke sogar den Rücktritt nahegelegt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2014

Ingolf Pleil

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