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Lokales Heidefriedhof bekommt „Teich der Erinnerung“
Dresden Lokales Heidefriedhof bekommt „Teich der Erinnerung“
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14:20 06.12.2018
Die Gemeinschaftsurnenanlage auf dem Heidefriedhof in Dresden. Quelle: Carola Fritzsche/Archiv
Dresden

Auf Dresdens größtem städtischen Friedhof soll in den nächsten zwei Jahren ein „Teich der Erinnerung“ für alternative Bestattungen entstehen. Der neue Erinnerungsort auf dem Heidefriedhof im Stadtteil Trauchau biete eine Bestattungsfläche von rund 2000 Quadratmetern um einen Teich und auf einer Insel, teilte die Dresdner Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Die Anlage für Urnen- und Erdbeisetzungen werde südöstlich der Feierhalle entstehen.

Mit dem Vorhaben reagiere die Stadt auf den Trend zu naturnahen Beisetzungen, hieß es. Die Gesamtkosten belaufen sich den Angaben zufolge auf rund eine Million Euro. Der Teich soll 85 Meter lang und bis zu 31 Meter breit werden. Das Wasser komme aus einem eigens dafür gebohrten Brunnen.

Insel mit Fußgängerbrücke

Im südlichen Teil soll eine über eine Fußgängerbrücke erreichbare Insel entstehen, auf der ebenfalls Beisetzungsflächen angeboten werden. Rings um den Teich seien neue Wege mit Bänken geplant. Der vorhandene Baumbestand werde um weitere Kiefern, Eichen und Hainbuchen ergänzt. Damit soll der Charakter des Waldfriedhofes langfristig erhalten werden.

Der Teich selbst sei voraussichtlich bis Ende Juni 2019 fertig. Der Wegebau, die Pflanzungen der Bäume, Sträucher und Stauden sowie die Rasenaussaat würden noch bis zum Frühjahr 2020 dauern. Danach bestehe die Möglichkeit einer Beisetzung am „Teich der Erinnerung“ oder auf der Insel.

Der Eigenbetrieb Städtisches Friedhofs- und Bestattungswesen Dresden beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Schaffung neuer und innovativer Grabarten und Bestattungsformen, die sich an den Bedürfnissen der Dresdner Bevölkerung orientieren. So sind auf dem Heidefriedhof den Angaben zufolge seit einiger Zeit auch Baumbestattungen mit und ohne Namensnennung möglicht sowie Partnergräber und Urnengemeinschaftsgräber. In den vergangenen Jahren entstanden zudem Grabfelder für Muslime und für Buddhisten.

Von Katarina Rögner