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Handwerkskammer Dresden baut neues Bildungszentrum

Für bessere Ausbildung Handwerkskammer Dresden baut neues Bildungszentrum

 Die ostsächsischen Handwerker haben den Grundstein für ihr neues, knapp 40 Millionen Euro teures Bildungszentrum in der Albertstadt gelegt. Geplant sei „eine der modernsten Aus- und Weiterbildungsstätten in Sachsen“, heißt es von Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich

Jörg Dittrich und Dr. Andreas Brezezinski präsentieren das neue Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden.

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die ostsächsischen Handwerker haben den Grundstein für ihr neues, knapp 40 Millionen Euro teures Bildungszentrum in der Albertstadt gelegt. „Nachwuchsgewinnung ist ein zentrales Thema für das Handwerk“, betonte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich. „Dafür brauchen wir eine hohe Qualität und Modernität der Ausbildung.“ Geplant sei „eine der modernsten Aus- und Weiterbildungsstätten in Sachsen“.

Dafür haben die Handwerker 20 500 Quadratmeter großes Areal Am Lagerplatz im Dresdner Norden reserviert. Dort bauen sie einen großen Zweigeschosser, verkleidet mit roten Tonziegeln. „Wir haben uns für diese ziegelrote Fassade mit Blick auf die historische Albertstadt entschieden“, erklärt Kammer-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Die Tonziegel sollen den Bezug zu den alten Industriebauten ringsum herstellen.

Auch an den inneren Werten spart die Kammer nicht: Das Haus soll immerhin eine Ausbildungsstätte für das Handwerk 2.0 im Digitalzeitalter werden. So sind knapp 1200 Quadratmeter für ein modernes Konferenzzentrum mit Videowand, versenkbarer Bühne und Lichttechnik eingeplant. Weitere 6100 Quadratmeter Nutzfläche widmen sich der Ausbildung von Lehrlingen, angehenden Meistern und weiterbildungshungrigen Gesellen. Praktisch erproben können die jungen Handwerker das neue Wissen in 30 Werkstätten, die für Metallbearbeiter, Elektrotechniker, Sanitär- Heizungs- und Klima-Klempner sowie Schweißer und Kunststofftechniker ausgerüstet werden.

Besonders stolz sind Dittrich und Brzezinski auf das künftige „Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizenz“. Dort sollen junge Handwerker lernen und erproben, wie sie Öko-Energietechnik im Komplex installieren können – also zum Beispiel biegsame Solarfolien verlegen, sie mit Stromspeichern und Brennstoffzellen koppeln und mit Erdwärme-Pumpen kombinieren.

Zusammengelegt wird im neuen Bildungszentrum zudem die Schweißtechniksche Lehranstalt der Kammer, die bisher auf die Standorte Großenhain und Dresden verteilt war. Die Bildungsstätte in Großenhain will Andreas Brzezinski ganz aufgeben und die dort gepachtete Immobilie im Jahr 2020 an den Freistaat zurückgeben. Bis dahin sollen die 40 Großenhainer Mitarbeiter in das neue Dresdner Zentrum wechseln.

Im März 2019 will die Kammer den Neubau fertig haben. An der Finanzierung beteiligt sich der Bund mit 14,9 Millionen Euro, der Freistaat schießt 3,7 Millionen Euro zu. Den großen Rest finanzieren die Handwerker. Um den zahlenden Mitgliedern diese Ausgabe zu versüßen, hat die Kammer das Projekt in 65 Einzelaufträge geteilt, damit auch kleine regionale Handwerker mitbieten können.

Von Heiko Weckbrodt

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