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Hamburger Investor plant Millionen-Projekt in Dresden und ist verärgert über Globus-Bauvorhaben

Hamburger Investor plant Millionen-Projekt in Dresden und ist verärgert über Globus-Bauvorhaben

Die bundesweit agierende Procom-Unternehmensgruppe aus Hamburg möchte in Nachbarschaft des Alten Schlachthofes ein Wohn- und Geschäftsviertel bauen.

Auf einer Fläche von rund 45 000 Quadratmetern sollen einer "ersten Planungsidee" zufolge in mehreren, parallel verlaufenden Wohnblöcken "in aufgelockerter Bauweise" etwa 370 Mietwohnungen entstehen. Entlang der stark befahrenen und aus diesem Grund nicht gerade leisen Leipziger Straße stellt sich der Investor längere Riegel mit Büros und Gewerbeflächen vor.

Bei dem Planungsgebiet handelt es sich um einen großen Teil des Geländes, auf dem sich bis zur Wende der VEB Sanitärporzellan (vormals Villeroy & Boch) befand. Procom Invest hatte vor vielen Jahren erst das gesamte Areal erworben, vor kurzem jedoch nach eigenen Angaben 20 000 Quadratmeter wieder veräußert. "Der Teil des Geländes, auf dem sich die unter Denkmalschutz stehende Orangerie befindet, gehört nicht mehr uns", erklärte Procom-Geschäftsführer Dennis Barth gegenüber den DNN.

Im Sommer 2013 habe das Unternehmen, das "seit mehr als zehn Jahren" an einer Bebauung plant, Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gestellt. "Wir sind in sehr konstruktiven Gesprächen mit der Stadt, aber noch in einem frühen Planungsstadium. Vor Einleitung einer Bauleitplanung müssen wir noch viele Hausaufgaben hinsichtlich Schallschutz, Begrünung, verkehrlicher Erschließung, und des Hochwasserschutzes machen", so Barth weiter. Das Hochwasser sei für das Bebauungsgebiet nördlich der Leipziger Straße zwar kein großes Problem. Aber "die ersten paar Meter sind wir drin." Allerdings dürfte das - wie man dem Themenstadtplan der Stadt Dresden entnehmen kann - erst ab einem Pegel von neun Metern drohen. "Vielleicht bauen wir deshalb etwas weiter hinten", sagte der Procom-Geschäftsführer. Zur Investitionssumme könne er aufgrund des frühen Planungsstandes seriös noch keine konkrete Angabe machen. Es werde sich aber aufgrund der Größe des Projektes "um einen dreistelligen Millionenbetrag" handeln.

Dass in unmittelbarer Nachbarschaft seines geplantes Wohngebietes jetzt ein großer Globus-Markt entstehen soll, stößt Dennis Barth jedoch sauer auf. Das hat zwei Gründe. Zum einen habe Procom selbst schon vor Jahren auf seinem Grundstück mit einem großen Einzelhandels-Projekt ähnlich Globus geliebäugelt. Diesem Plan erteilte laut Dennis Barth die Stadtverwaltung damals eine Abfuhr, weil das Vorhaben nicht den im Masterplan formulierten Zielen entspreche. Nun plötzlich solle doch ein riesiger Markt gebaut werden. "Warum durften wir das nicht?" fragt sich Barth nun natürlich verärgert.

Zum anderen hält der Hamburger Investor den geplanten Einzelhandelsstandort für überdimensioniert. "4000 bis 5000 Quadratmeter reichen dicke für die Nahversorgung, geplant sind aber viel mehr." Vor allem die großen Parkflächen und die Lieferzone nahe der vorgesehenen Wohnbebauung treiben Dennis Barth die Sorgenfalten auf die Stirn. "Würden Sie da wohnen wollen? Ich fürchte, dass es Auswirkungen gibt, die eine Wohnbebauung stark beeinträchtigen." Welche Konsequenzen Procom Invest in einem solchen Falle zieht, ließ er offen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.01.2014

Steinbach, Catrin

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