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Hagen Stieglitz koordiniert Aufbau des Dresdner Stadtfests

Logistik-Chef für eine Riesensause Hagen Stieglitz koordiniert Aufbau des Dresdner Stadtfests

Hagen Stieglitz kann so schnell nichts mehr erschüttern. Seit mittlerweile neun Jahren kümmert sich der 36-Jährige als Logistik-Chef darum, dass beim Dresdner Stadtfest alles reibungslos über die Bühne geht. 25 Firmen und mehr als 100 Helfer sind im Einsatz.

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Der Mann mit dem Handy am Ohr: Als Logistik-Chef kümmert sich Hagen Stieglitz darum, dass beim Dresdner Stadtfest alles reibungslos über die Bühne geht.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Hagen Stieglitz kann so schnell nichts mehr erschüttern. Seit mittlerweile neun Jahren kümmert sich der 36-Jährige als Logistik-Chef darum, dass beim Stadtfest alles reibungslos funktioniert. Seine Gemütsverfassung beschreibt er einen Tag vor Beginn der Riesensause noch immer als „relativ entspannt“. „Wenn dann aber der Wasseranschluss doch nicht da ist wie eigentlich abgesprochen oder die Zäune fehlen, kann es schon noch aufregend werden“, fügt er hinzu. Stieglitz, Geschäftsführer der Agentur Schröder, koordiniert gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Sascha Reichelt die Aufgaben mit den Chefs von 25 Firmen. Unter der Regie der beiden sind zu Stadtfest-Zeiten locker 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Helfer errichten neun Bühnen, kümmern sich um die Stromanschlüsse und die Mülltonnen, stellen Hunderte Verkehrsschilder auf, verlegen mehr als 16 Kilometer Kabel auf 23 000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche. Alles Dinge, die im Hintergrund laufen, die der Besucher nicht merkt.

Aus dem Programm des Stadtfestes 2017 - wir haben einige Höhepunkte zusammengestellt.

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„Freitag, 15 Uhr, muss alles fertig sein“, sagt der Aufbau-Chef. Dann nämlich gibt es noch einmal eine Begehung mit der Stadt, der Polizei und der Feuerwehr, auf der beispielsweise geschaut wird, ob alle Fluchtwege eingehalten worden sind usw. „Bis 16 Uhr müssen dann auch sämtliche Fahrzeuge vom Festgelände verschwunden sein“, nennt er eine weitere Zeitvorgabe. Wieviele Stunden am Tag ist Stieglitz im Moment im Einsatz? „Das wollen Sie nicht wissen“, entgegnet er mit einem Schmunzeln. Am Donnerstag sei er von 7.30 bis 20 Uhr vor Ort gewesen. „Freitag wird der anstrengendste Tag, da geht es von 8 Uhr bis 2.30 Uhr in der Nacht.“ Am Sonnabend könne er dann ein bisschen später anfangen.

Richtig begonnen hat der Aufbau am Dienstag. Die Hauptbühne auf dem Theaterplatz steht, auch die Stände und großen Schaustellergeschäfte sind inzwischen aufgebaut. Mit den kleineren Buden und Pagoden hat man am Mittwoch begonnen. Die größte Herausforderung für Stieglitz und seine Mannen ist in diesem Jahr, dass das Fest wegen der Bauarbeiten auf der Augustusbrücke nur auf der Altstädter Seite der Elbe steigt. „Neu hinzugekommen sind die Flächen ab Theaterplatz in Richtung Basteischlösschen vorbei am Landtag mit der Blaulichtmeile auf dem Vorplatz und dem Congresscenter, dem Mittelaltermarkt auf den Elbwiesen an der Marienbrücke bis zum Volksfestgelände mit dem Partyareal der Drewag“, zählt er auf. Folge sei, dass man mit Partnern zusammenarbeite, mit denen man sonst nie in Berührung kommt – mit dem Congresscenter und dem Landtag zum Beispiel. „Im Sommer 2016 haben wir angefangen, Gespräche zu führen“, entsinnt sich der Chef-Logistiker. Das Wichtigste sei, auf die Bedürfnisse aller Beteiligten einzugehen, so dass am Ende alle mit der Lösung leben können.

Auf dem Stadtfest will sich der Chef-Logistiker dann die Dresdner Philharmonie zur Eröffnung anschauen, auch die Band City, und das Feuerwerk am Sonntag Abend natürlich. Was macht Hagen Stieglitz, wenn die große Sause vorbei ist? Urlaub? „Nee, am Montag werde ich meinen anderthalbjährigen Sohn aus der Kita abholen und ein bisschen mit ihm spielen“, verrät Stieglitz. Und am Dienstag geht’s schon wieder weiter. Denn de Werbe- und Veranstaltungsagentur Schröder mit 25 festangestellten Mitarbeitern ist nicht nur für das Stadtfest zuständig, sondern plant auch andere Events wie beispielsweise das Radeberger Bierstadtfest. „Und außerdem sagen wir immer: Nach dem Stadtfest ist vor dem Stadtfest“, meint Hagen Stieglitz. Zwei Wochen nach dem Riesenspektakel beginnen schon die Vorbereitungen fürs nächste Jahr.

Von Katrin Richter

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