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Lokales Haftstrafe für sexuelle Übergriffe auf junge Mädchen
Dresden Lokales Haftstrafe für sexuelle Übergriffe auf junge Mädchen
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11:43 19.09.2017
Im Winter und Frühjahr dieses Jahres häuften sich in Dresden sexuelle Übergriffe auf Mädchen und junge Frauen. Die Polizei war alarmiert, setzte zivile Beamte ein und wurde fündig. Quelle: dpa
Dresden

Im Winter und Frühjahr dieses Jahres häuften sich in Dresden sexuelle Übergriffe auf Mädchen und junge Frauen. Die Polizei war alarmiert, setzte zivile Beamte ein und wurde fündig. Am 23. April wurde Gull N. festgenommen, sitzt seitdem in U-Haft und musste sich jetzt vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm gefährliche Körperverletzung, sexuelle Nötigung und exhibitionistische Handlungen vor.

Der Pakistani hatte es auf junge Mädchen abgesehen – drei seiner Opfer waren gerade 14 Jahre alt. Er beobachtete sie in der Bahn, folgte ihnen, hielt sie fest, betatschte sie, versuchte sie zu küssen, griff ihnen an den Hintern und die Brust, forderte Sex. An der Florian-Geyer Straße attackierte er ein Mädchen, das gerade den Müll runter brachte. Ihn einem Fall biss er eine in die Brust, in einem anderen Fall, ließ er die Hose runter und präsentierte sein bestes Teil. Für eine 14-Jährige, allein an einer Haltestelle, ein traumatisches Erlebnis. Die Mädchen wehrten sich, was den Angeklagten allerdings nicht störte. Es gelang den Opfern aber in jedem Fall zu flüchten.

Eine Studentin, die er an einer Haltestelle festhielt und Sex von ihr forderte, lief auf die Straße und hielt ein Auto an. Die junge Frau kommt aus dem Iran. „Ich glaubte, mich in Deutschland frei bewegen zu können und fühlte mich sicher“, sagte sie. Ihr Sicherheitsgefühl hat gelitten.

Gull N. entschuldigte alles mit Alkohol, er sei bei den Taten betrunken gewesen. Davon hatten die Opfer nichts bemerkt. Als er festgenommen wurde, hatte er auch Bier dabei – allerdings Alkoholfreies. Der Angeklagte kündigte ein Geständnis an, um den Mädchen eine Vernehmung vor Gericht zu ersparen, erzählte dann aber ständig etwas anderes, so dass die Opfer doch gehört werden mussten, was ihnen nicht sehr angenehm war. Sie leiden noch heute unter den Vorfällen. Eines der Mädchen traut sich, wenn es dunkel ist, nicht mehr aus dem Haus.

Neben den Übergriffen auf die Mädchen warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, im Ausländerheim einem Mitbewohner den Unterarm mit einem Messer aufgeschlitzt zu haben. Es habe Streit um laute Musik gegeben, erklärte der Angeklagte lapidar.

Er entschuldigte sich zwar, aber seine Entschuldigungen waren eher halbherzig. „Es tut mir leid, aber ich kannte die Gesetze nicht.“ Man muss keine Gesetze kennen, um zu wissen, dass man nicht einfach auf andere Menschen einsticht oder versucht, jungen Mädchen seinen sexuellen Willen aufzudrücken. Das Gericht verurteilte Gull N. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten.

Von Monika Löffler

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