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Haftstrafe für Vergewaltiger vom Dresdner Albertplatz

Gefängnis Haftstrafe für Vergewaltiger vom Dresdner Albertplatz

Das Dresdner Landgericht hat Eric H. wegen Vergewaltigung, versuchte sexuelle Nötigung, versuchten sexuellen Missbrauch von Kindern, exhibitionistische Handlungen und Besitz von Kinderpornografie zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Im Dezember vergangenen Jahres begann der Prozess.

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Eric H. wurde zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt

Quelle: M. Löffler

Dresden. Eric H. hatte sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Der 22-Jährige hat sein Abi gemacht, ein Studium begonnen, war ein erfolgreicher Sportler, bis er sich innerhalb weniger Wochen sein Leben für Jahre kaputt machte. Das Dresdner Landgericht verurteilte ihn gestern wegen Vergewaltigung, versuchte sexuelle Nötigung, versuchten sexuellen Missbrauch von Kindern, exhibitionistische Handlungen und Besitz von Kinderpornografie zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten. Im Dezember vergangenen Jahres begann der etwas komplizierte Prozess, insgesamt wurden über 40 Zeugen gehört.

Am 27. Februar 2016 war der Angeklagte nach einer durchfeierten Nacht durch die Neustadt gezogen. Gegen 7 Uhr ließ er auf dem Spielplatz im Alaunpark vor drei Kindern die Hosen runter und fragte, „ob sie mal anfassen wollen“. Die Kinder rannten erschrocken und schreiend davon, trotzdem präsentierte er sich „unten ohne“auch noch der Mitarbeiterin eines Cafes. Dies sei ein Scherz gewesen, behauptete der Angeklagte

Gegen 7.30 Uhr fiel er am Brunnen „Stille Wasser“ am Albertplatz über eine ihm völlig unbekannte und körperlich weit unterlegene Frau her. Auch die 24-Jährige hatte gefeiert und war heftig angetrunken. Eric H. hielt ihr den Mund zu, drohte, sie umzubringen, wenn sie schreien und sich weiter wehren würde, zerrte sie in ein Gebüsch und vergewaltigte sie brutal über eine Stunde lang. Aus Angst vor dem sehr großen Mann schwieg sie und lies alles über sich ergehen. Danach verschwand er. Zeugen bemerkten das Paar, griffen aber, da sie keine Widerstand sahen, nicht ein.

Damit argumentierten auch Eric H. und seine Verteidigerin. „Der Sex war einvernehmlich“ behauptete der Angeklagte. „Es war gegen meinen Willen“, sagte das Opfer. Da stand Aussage gegen Aussage. Die Kammer glaubte dem Opfer. Warum sollte sie lügen? Sie war völlig durch den Wind, leidet noch heute darunter und geht zur Therapie.

Einige Wochen später griff Eric H., mit einer Sturmhaube und einer Kapuze vermummt, eine 18-Jährige an der Haltestelle Zwinglistraße an. Diesmal war er aber an die Falsche geraten. Die Frau hatte Kampfsporterfahrung, wehrte sich heftig und konnte flüchten. Die Polizei nahm den Angeklagten kurz danach fest. Durch einen DNA-Vergleich wurde er auch als Täter vom Alberplatz identifiziert. Zudem wurden noch 60 Dateien mit Kinderpornografie auf seinem Handy gefunden.

Von Monika Löffler

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