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Händler des Sachsenmarktes verabschiedeten sich von Leiterin Brigitte Weigel

Ständchen am Marktstand Händler des Sachsenmarktes verabschiedeten sich von Leiterin Brigitte Weigel

Auf der Lingnerallee herrschte am Freitag reges Treiben. Und doch war es kein normaler Tag auf dem Sachsenmarkt: Die Leiterin der Dresdner Wochenmärkte, Brigitte Weigel, verabschiedete sich mit 67 Jahren in den Ruhestand. Am Freitag achtete sie zum letzten Mal darauf, dass die etwa 150 regionalen Händler pünktlich um 8 Uhr ihre Stände öffneten.

Marktleiterin Brigitte Weigel auf dem Sachsenmarkt

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Auf der Lingnerallee herrschte gestern Mittag reges Treiben. Und doch war es kein normaler Freitagmittag auf dem Sachsenmarkt: Die Leiterin der Dresdner Wochenmärkte, Brigitte Weigel, verabschiedete sich mit 67 Jahren vom Marktstand in den Ruhestand. Am Freitag achtete sie zum letzten Mal darauf, dass die etwa 150 regionalen Händler pünktlich um 8 Uhr ihre Stände öffneten.

Als einige Händler zum Abschiedsständchen anstimmten, musste Weigel eine Träne verdrücken. Danach wurde die beliebte Marktfrau mit Geschenken, Blumensträußen und Danksagungen der Händler überhäuft. Im Anschluss lief Brigitte Weigel noch einmal an allen Ständen vorbei und verabschiedete sich. „Der Markt ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Deshalb verlasse ich meinen Arbeitsplatz auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber der Terminkalender ist weiterhin voll: Meine Enkel werden nun schlange stehen“, lachte die Freibergerin.

Insgesamt 28 Jahre lang war Weigel für die Deutsche Marktgilde tätig, seit 2012 leitete sie die zehn Dresdner Wochenmärkte. Zu ihren Aufgabenbereich zählte die Einteilung der Händler und ihrer Stände. Einen Wochenmarkt zu leiten ist nun mal eine logistische Herausforderung, wie die Neurentnerin erklärte: „Die Anwesenheit wird geprüft, außerdem muss nachmittags die Abbauphase überwacht und für Sauberkeit gesorgt werden.“ Wichtiger Teilbereich sei auch die Händlerakquise: „Wenn ein Händler zum Beispiel altersbedingt aufhört, muss ein anderer Händler gefunden werden, um das Sortiment wieder zu ersetzen.“

Sigrid Förster, Abteilungsleiterin Kommunale Märkte im Amt für Wirtschaftsförderung, lobte die Arbeit der angehenden Ruheständlerin: „Frau Weigel war Marktleiterin mit Leib und Seele. Mit viel Herzblut hat sie es nicht nur geschafft, den Bestand der Wochenmärkte zu sichern. Sie konnte außerdem deren Attraktivität steigern.“ Dass Förster die Vergangenheitsform wählte, wird dem Engagement von Brigitte Weigel eigentlich nicht gerecht, wie sie selbst schmunzelnd hinzufügt: „Ich bin doch immer noch als Telefonjoker erreichbar, falls es Probleme gibt.“

Auf diesen greift Weigels Nachfolgerin Madeleine Megyesi-Lukaß sicherlich gerne zurück. Die 41-Jährige war zuvor als Marketingleiterin und Pressesprecherin in Chemnitz aktiv. Megyesi-Lukaß hofft, dass am Bönischplatz in der Johannstadt bald der elfte Wochenmarkt in Dresden eröffnet wird. Derzeit wird über eine Neugestaltung des Platzes diskutiert.

Der Wochenmarkt am Hygiene-Museum ist der größte, den die Deutsche Marktgilde bundesweit betreibt. Laut Schätzungen des Organisationsteams laufen jeden Freitag etwa 2000 Besucher über die Lingnerallee, um regionale Produkte wie Fleisch- und Backwaren, Obst, Textilien oder Blumen zu kaufen. Auch Brigitte Weigel wird sicherlich hin und wieder bei ihren ehemaligen Arbeitskollegen vorbeischauen.

Von DNN

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