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Hacker laden die Dresdner zum Linux-Präsentationstag ins Zentralwerk

Eröffnung Hacker laden die Dresdner zum Linux-Präsentationstag ins Zentralwerk

Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut. Am Samstag wollen sie dort die Kreativ-Wohn-Kommune „Zentralwerk“ mit einem öffentlichen Fest eröffnen.

Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut.

Quelle: Heiko Weckbrodt

Dresden. Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut. Am Samstag wollen sie dort die Kreativ-Wohn-Kommune „Zentralwerk“ mit einem öffentlichen Fest eröffnen. Mit dabei sind auch die Hacker und Programmierer vom Chaos-Computer-Club Dresden (C3d2), der bereits im Spätherbst vom alten Robotron-Komplex in der Innenstadt nach Pieschen umgezogen war.

„Zur Eröffnung des Zentralwerks veranstaltet der Chaos Computer Club Dresden einen Linux Presentation Day“, kündigte Nerd Nobert an. Dabei wollen sie allgemeinverständlich „die Möglichkeiten des freien Betriebssystems Linux und der diversen dafür verfügbaren Anwendungen“ vorstellen. Wer gleich sein Notebook mitbringt, bekommt von den Informatik-Gurus auch Hilfe dabei, dort Linux aufzuspielen. Zwischen 11 und 19 Uhr können alle, die mal das gratis verfügbare Betriebssystem ausprobieren wollen, im Haus B des Zentralwerks vorbeischauen – der Eintritt ist gratis.

Die Computerfreunde hatten ihre Clubräume im Robotron-Areal auch deshalb verlassen, weil sie damit rechnen, dass die alten Gebäude des DDR-Computerkombinats eher oder später abgerissen werden. „Außerdem gefielen und die Gestaltungsspielräume und das genossenschaftliche Konzept im Zentralwerk“, erklärte Nerd Nobert. In den neuen Räumen gefalle es den c3d2-Mitgliedern jedenfalls schon sehr gut – auch wenn noch ein bisschen baustellen-Atmosphäre herrsche.

Die Windows-Alternative Linux geht auf eine Initiative aus der weltweiten Programmierer und Hacker-Gemeinde zurück und hat einen Pinguin als Maskottchen. Etwa 1991 begannen der Finne Linus Torvalds und andere Experten, auf der Basis des älteren Profi-Betriebssystems UNIX das Linux-System zu schreiben.

Seitdem haben Computer-Fans (Nerds), aber auch Unternehmen und Vereinigungen das System ständig weiterentwickelt. Diverse Basisversionen sind bis heute kostenlos im Netz ladbar. Dennoch beherrscht das kommerzielle Gegenstück „Windows“ bis heute den PC-Markt.Linux hat in Deutschland einen Marktanteil von etwa drei Prozent. Viele Hacker, Informationstechnologen und andere Auskenner schwören aber das ziemlich sichere und auch recht flotte Betriebssystem „Linux.“ Auch der c3d2 will an diesem Wochenende den Dresdnern diese Vorteile vor Augen führen.

Linux Presentation Day im Zentralwerk, Riesaer Straße 32, Sonnabend, 6. Mai 2017, 11 bis 19 Uhr, weitere Informationen im Netz: linux-presentation-day.de, c3d2.de und zentralwerk-eg.de

Von Heiko Weckbrodt

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