Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Hacker laden die Dresdner zum Linux-Präsentationstag ins Zentralwerk
Dresden Lokales Hacker laden die Dresdner zum Linux-Präsentationstag ins Zentralwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 03.05.2017
Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut. Quelle: Heiko Weckbrodt
Anzeige
Dresden

Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut. Am Samstag wollen sie dort die Kreativ-Wohn-Kommune „Zentralwerk“ mit einem öffentlichen Fest eröffnen. Mit dabei sind auch die Hacker und Programmierer vom Chaos-Computer-Club Dresden (C3d2), der bereits im Spätherbst vom alten Robotron-Komplex in der Innenstadt nach Pieschen umgezogen war.

„Zur Eröffnung des Zentralwerks veranstaltet der Chaos Computer Club Dresden einen Linux Presentation Day“, kündigte Nerd Nobert an. Dabei wollen sie allgemeinverständlich „die Möglichkeiten des freien Betriebssystems Linux und der diversen dafür verfügbaren Anwendungen“ vorstellen. Wer gleich sein Notebook mitbringt, bekommt von den Informatik-Gurus auch Hilfe dabei, dort Linux aufzuspielen. Zwischen 11 und 19 Uhr können alle, die mal das gratis verfügbare Betriebssystem ausprobieren wollen, im Haus B des Zentralwerks vorbeischauen – der Eintritt ist gratis.

Die Computerfreunde hatten ihre Clubräume im Robotron-Areal auch deshalb verlassen, weil sie damit rechnen, dass die alten Gebäude des DDR-Computerkombinats eher oder später abgerissen werden. „Außerdem gefielen und die Gestaltungsspielräume und das genossenschaftliche Konzept im Zentralwerk“, erklärte Nerd Nobert. In den neuen Räumen gefalle es den c3d2-Mitgliedern jedenfalls schon sehr gut – auch wenn noch ein bisschen baustellen-Atmosphäre herrsche.

Die Windows-Alternative Linux geht auf eine Initiative aus der weltweiten Programmierer und Hacker-Gemeinde zurück und hat einen Pinguin als Maskottchen. Etwa 1991 begannen der Finne Linus Torvalds und andere Experten, auf der Basis des älteren Profi-Betriebssystems UNIX das Linux-System zu schreiben.

Seitdem haben Computer-Fans (Nerds), aber auch Unternehmen und Vereinigungen das System ständig weiterentwickelt. Diverse Basisversionen sind bis heute kostenlos im Netz ladbar. Dennoch beherrscht das kommerzielle Gegenstück „Windows“ bis heute den PC-Markt.Linux hat in Deutschland einen Marktanteil von etwa drei Prozent. Viele Hacker, Informationstechnologen und andere Auskenner schwören aber das ziemlich sichere und auch recht flotte Betriebssystem „Linux.“ Auch der c3d2 will an diesem Wochenende den Dresdnern diese Vorteile vor Augen führen.

Linux Presentation Day im Zentralwerk, Riesaer Straße 32, Sonnabend, 6. Mai 2017, 11 bis 19 Uhr, weitere Informationen im Netz: linux-presentation-day.de, c3d2.de und zentralwerk-eg.de

Von Heiko Weckbrodt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Über 3000 Kilometer gepilgert - Auf nach Santiago de Compostela

Corinna Kluge erfüllte sich im vergangenen Jahr einen großen Traum. Sie pilgerte über 3000 Kilometer – von der eigenen Haustür bis zur heiligen Kathedrale ins spanische Santiago de Compostela. Diese selbst auferlegte Mammutaufgabe lehrte die Dresdnerin, dass es für ein erfülltes Leben nicht wirklich viel braucht.

03.05.2017

Schulterklopfen aus Frankfurt für den Dresdner Wiederaufbau: Mit großem Interesse und Respekt verfolgen wir den Wiederaufbau in Ihrer Stadt, schreibt der Verein Pro-Altstadt aus der Main-Metropole an die Verwaltung und macht Mut zu den nächsten Schritten: Der Rekonstruktion des Neustädter Marktes.

03.05.2017

Die Pegida-Demo am 20. Februar in Dresden hatte einige Turbulenzen ausgelöst. Einige Gegendemonstranten hatten damals am Dr.-Külz-Ring versucht, die Islamfeinde mit einer Sitzblockade zu stoppen. Dabei hatten Pegida-Ordner ihre Kompetenzen weit überschritten. Nun gibt es erste Ermittlungsergebnisse.

02.05.2017
Anzeige