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Dresden Lokales Gute Noten für Dresden als Einzelhandelsstandort
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14:43 12.03.2017
Die Prager Straße hat es unter Deutschlands zehn beste Einkaufsstraße geschafft.Archiv/imago
Dresden

Gute Noten für den Einzelhandelsstandort Dresden: Die Prager Straße hat es bei einer Passantenzählung des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate bundesweit auf Platz acht geschafft. Davor liegen ausschließlich Einkaufsmeilen aus westdeutschen Großstädten. Kaufingerstraße (München), Schildergasse (Köln) und Zeil (Frankfurt) rangieren auf den Podestplätzen. Nach BNP-Einschätzung zeichnet sich Dresden neben der Funktion als Landeshauptstadt auch als politisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum Sachsens aus. Steigende Einwohner- und Beschäftigungszahlen sowie rund 4,3 Millionen registrierte Übernachtungen – im bundesweiten Vergleich Platz 7 – würden zudem die Bedeutung des Standorts unterstreichen.

Von dieser positiven Entwicklung, vor allem mit Blick auf den Städtetourismus, profitiere insbesondere der Einzelhandel. Der sich damit auch noch gegen be-
ginnende Trends in anderen Städten stemmt.

Die beliebteste und frequenzstärkste Lage in Dresden ist die Prager Straße, wo 7480 Passanten in der Stunde gezählt wurden und zudem die Höchstmiete von 100 Euro pro Quadratmeter erzielt wird. Im Städtevergleich mitteldeutscher Standorte positioniere sich Dresden damit auf dem zweiten Platz hinter Leipzig mit 120 Euro pro Quadratmeter. BNP hebt zudem die Seestraße und die Schloßstraße hervor, wo die Mieten mit 75 Euro pro Quadratmeter jedoch deutlich niedriger liegen würden. Bemerkenswert sei, dass in allen Lagen trotz guter Nachfrage die Mietpreisniveaus nicht angestiegen sind. Für das gesamte Gebiet hat BNP einen wachsenden Filialisierungsgrad beobachtet und eine Zunahme der Systemgastronomie, die bisher in der City noch nicht so stark vertreten waren.

Bei den Mieten entzieht sich Dresden derzeit noch einem Trend in anderen Städten. Aufgrund der enormen Umbrüche im Einzelhandel, die vor allem mit dem Online-Geschäft zu tun haben, registriert BNP bereits in 24 der 64 regelmäßig analysierten Städten einen Rückgang der Spitzenmieten. In Dresden ist diese Kennziffer seit 2013 stabil. BNP spricht deutschlandweit von einer „zunehmenden Preissensibilität potenzieller Mieter“ auch in Metropolen wie Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf. Die Nachfrage nach kleineren und mittleren Mietflächen in den Toplagen in Dresden sei weiter gut.

Deutlich gestiegen sind in der BNP-Statistik zuletzt die sogenannten Kaufpreisvervielfältiger, die das Verhältnis zwischen Jahresmieten und Immobilienverkaufspreis beschreiben. Wurden 2005 Geschäftshäuser in bester Einkaufslage in Dresden zum 13- bis 14,5-fachen der Jahresmiete verkauft, stieg diese Spanne bis 2016 auf das 17- bis 21,5-fache. Für Hamburg oder Köln weist BNP Vervielfältiger von bis zu 29,5 aus.

Dresden bewege sich in der Spanne von Städten wie Essen, Münster oder Würzburg. Der Immobiliendienstleister will jedoch nicht von einem Trend zu überhitzten Preisen sprechen, da die Vervielfältiger stets sehr stark von den speziellen Rahmenbedingungen einer Immobilientransaktion abhängig seien und deshalb „differenziert betrachtet werden müssen.“

Von Ingolf Pleil

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