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Grundsteinlegung am Gymnasium Pieschen: Keine Kelle für Ulbig

Minister darf nicht nach vorn Grundsteinlegung am Gymnasium Pieschen: Keine Kelle für Ulbig

53 Millionen Euro gibt der Freistaat Sachsen für Dresdens größtes Schulbauvorhaben, den neuen Campus in Pieschen. Doch Vertreter des Freistaats blieben bei der Grundsteinlegung außen vor. Innenminister Markus Ulbig (CDU) wurde nicht nach vorne gebeten.

Dresdens größte Schule entsteht direkt am Bahndamm.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. „53 Millionen Euro vom Freistaat“, stellte der CDU-Landtagsabgeordnete Patrick Schreiber klar. Doch ganz vorne durften Vertreter des Freistaats bei der Grundsteinlegung für den Schulcampus Pieschen nicht mitmischen: Innenminister Markus Ulbig (CDU) nicht und Anja Stephan, Leiterin der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden, auch nicht. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), Bauherr Axel Walther, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft Stesad, und die Schulleiterinnen Kerstin Ines Müller und Anne Leitner schwangen das Zepter. Während Schreiber die Stirn runzelte.

„Wenn ihr meinen Brief findet, dann steckt ihn ins Museum“, zitierte Müller ihre junge Schülerin Hanna. Die Fünftklässlerin hatte mit ihren Mitschülern Schreiben für die Nachwelt entworfen, die in einer Hülse neben einer aktuellen Ausgabe der DNN, weiteren Tageszeitungen, Stadtratsbeschlüssen und Münzen in den Grundstein eingemauert wurden. „Ich lebe im Jahr 2017 und gehe auf die coolste Schule der Stadt Dresden“, lässt die junge Gymnasiastin die Finder der Hülse wissen, „ich wünsche mir für meine neue Schule, dass wir leckeres Essen bekommen.“ Und natürlich vieles mehr.

2025 wird die dann junge Dame ihre Reifeprüfung ablegen, die gleichaltrigen Oberschüler werden schon 2023 ihre Realschulzeugnisse erhalten. An der Erfurter Straße wenige Meter vom Bahndamm und der Großenhainer Straße entfernt entsteht Dresdens größte Schule: 1750 Gymnasiasten und Oberschüler werden hier tagsüber unterrichtet und danach auch noch die Schüler der Abendoberschule, die bisher ihr Domizil in der Hepkestraße hat.

10.000 Stunden haben sich Mitarbeiter der Stesad seit 2012 mit dem Campus für die fünfzügige 145. Oberschule und das fünfzügige Gymnasium Pieschen befasst, ohne dass ein einziger Bagger gerollt ist, rechnte Walther vor. „Für uns ist Dresdens größtes Schulbauvorhaben etwas ganz Besonderes“, bekannte er. Noch künden nur zwei Kräne und jede Menge Erdarbeiten von den Gebäuden, die zum Schuljahr 2019/2020 eingeweiht werden sollen. „Aber bald werden hier 40 Baufirmen und über 250 Bauleute tätig sein“, versprach der Geschäftsführer.

Jeder zweite Euro, den Dresden investiert, fließt in die Bildung, erklärte der Oberbürgermeister. 118 Millionen werden es 2017 sein und 118 Millionen Euro im nächsten Jahr. „Allein für Pieschen haben wir 75 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt“, so Hilbert, der sich artig bei Freistaat und Bund für die finanzielle Unterstützung bedankte. Dresden sei dabei, eine beispiellose Bildungsinfrastruktur zu schaffen. Der Standort sei nicht zufällig gewählt: Pieschen sei ein Stadtteil, der junge Familien geradezu magisch anziehe und mit einem Altersdurchschnitt von 39,6 Jahren glänzen könne. „In dieser Stadt soll es keine Schulgebäude geben, aus denen die Fenster herausfallen wie in anderen Bundesländern“, nannte Hilbert sein Credo. „Bildung ist Zukunft.“

Deshalb würden ab 2019 in den Schulgebäuden innovative Konzepte des digitalen Lernens verfolgt, versprach Müller. „Wir werden die Klassenräume, Medienecken und Selbstlernnischen zu nutzen wissen.“ Und bis dahin regelmäßig mitverfolgen, wie die Gebäude in die Höhe wachsen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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