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Bildung Grundschule? Gymnasium? Irritation um alte Staatsoperette

Diskussion in Leuben Grundschule? Gymnasium? Irritation um alte Staatsoperette

Ein Schreiben aus dem Geschäftsbereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sorgt für Verwirrung: „Nutzung der Liegenschaft der Staatsoperette für städtische Zwecke“ ist es überschrieben, und zu lesen ist: „Es wird nach wie vor geprüft, ob an dem Standort eine Grundschule errichtet werden kann.“

Soll auf das ehemalige Grundstück der Staatsoperette in Leuben eine Grundschule oder ein Gymnasium kommen? Die Verwaltung prüft.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Ein Schreiben aus dem Geschäftsbereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) sorgt für Verwirrung: „Nutzung der Liegenschaft der Staatsoperette für städtische Zwecke“ ist es überschrieben, und zu lesen ist: „Es wird nach wie vor geprüft, ob an dem Standort eine Grundschule errichtet werden kann. Bis zum Abschluss dieser Prüfung wird das Grundstück als Leerstand verwaltet. Es erfolgt keine Ausschreibung zum Verkauf, bevor die Prüfungen nicht abgeschlossen sind.“ Von Zwischennutzungen werde Abstand genommen, da das Grundstück bei Vorliegen einer Entscheidung zur endgültigen Nutzung bzw. Verwertung verfügbar sein soll.

Dana Frohwieser, Bildungspolitikerin der SPD im Stadtrat, zeigte sich darüber einigermaßen überrascht. Obwohl sie sich eigentlich freuen könnte – hatte sie selbst doch im April einen modernen Ortskern mit Verbindung von Grundschule, Bibliothek, Musikschule, Sport und Kultur ins Gespräch gebracht. Doch Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat inzwischen erklärt, der Standort komme auch für ein dreizügiges Gymnasium im sogenannten Planungsraum „Linkselbisch Ost“ (Leo) in Betracht. Hat er quasi im Handstreich diese Pläne aufgegeben, fragt sich nun Frohwieser.

Keineswegs, erklärte der Geschäftsbereich Bildung und Jugend auf Anfrage der DNN. Für die Stadtteile Blasewitz und Striesen sei für das Jahr 2018 die Einrichtung eines Gymnasiums vorgesehen. Die Verwaltung schlage eine Gründung am Standort Berthelsdorfer Weg in Seidnitz vor. Weil dieser zu dicht am Gymnasium Tolkewitz liege, werde weiter nach einem endgültigen Standort für dieses Gymnasium gesucht.

In beiden Stadtteilen stünden kaum geeignete Grundstücke zur Verfügung, so die Verwaltung. Deshalb sei die Standortsuche auf Johannstadt und Leuben ausgedehnt worden. Die Analysen hätten ergeben, dass das ehemalige Grundstück der Staatsoperette für den Neubau eines dreizügigen Gymnasiums in Betracht kommen könnte. „Allerdings ist das Grundstück in Bezug auf Größe, Zuschnitt und Lage sehr problematisch. Die entsprechenden Untersuchungen dauern an“, so die Verwaltung. Einfacher wäre es, auf dem Gelände in Leuben eine Grundschule zu planen. Aber dafür bestehe in diesem Schulbezirk kein Bedarf. „Grundsätzlich sind für einen Schulneubau nach Klärung der Grundstücksangelegenheiten und des Baurechts etwa sechs Jahre einzuplanen“, schätzt die Verwaltung.

Frohwieser vermutet angesichts des Zeitablaufs, dass das Gymnasium in Seidnitz dauerhaft bleiben soll. Und glaubt nicht an einen inhaltlichen Fehler im Schreiben von Schmidt-Lamontain.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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