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Lokales Grundeigentümer sperrt Zufahrt zum Gartenverein „Spitzweg“ nun doch vorzeitig
Dresden Lokales Grundeigentümer sperrt Zufahrt zum Gartenverein „Spitzweg“ nun doch vorzeitig
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15:44 03.03.2018
Grundbesitzer Janosch hat am Freitag einen Zaun anbringen lassen, um den Weg zu verriegeln. Die Kleingärten und Garagen sind nun nicht mehr zugänglich.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

„Es ist wie im Krimi“, erzählt Günter Preuß. Das Mitglied des Kleingärtnervereins „Spitzweg“ stand am Freitag fassungslos vor dem angeschweißten waldgrünen Gitterzaun. Der einzige Zugang zu den Schrebergärten in Leubnitz-Neuostra ist nun versperrt und wird mit Kameras überwacht. 36 Gartenfreunde kommen nicht mehr auf ihre Parzellen.
Grundeigentümer Janosch hat seine Drohungen in die Tat umgesetzt und die Zufahrt zum Kleingärtnerverein blockiert. Dabei hatte Janosch erst am Donnerstag angekündigt, die Sperrung auf kommenden Montag zu verschieben (DNN berichteten).

Sperrung als Schutzmaßnahme

Weil die Zufahrt zum Vereinsgelände über sein Grundstück führt, sieht sich Janosch im Recht, den Weg als Schutzmaßnahme für immer dicht zu machen. Seine Hunde und Hühner seien vergiftet worden. Außerdem beklagt sich der Anwohner über nächtliche Lärmbelästigung.

Die Möglichkeit einer Interimslösung ist wohl vorerst auf Eis gelegt: Preuß und Janosch wollten sich vertraglich darauf einigen, dass die Gartenfreunde über ein Tor an der Sperrfläche vorbei in die Gartensparte gelangen könnten. Doch Vereinsvorstand Peter Müller lehnt die Verhandlungen mit dem Grundeigentümer ab.
Stattdessen solle sich der Stadtverband Dresdner Gartenfreunde als Eigentümer der Vereinsanlage um die Angelegenheit kümmern. Müller hat den Verband über die neue Sachlage informiert.

Vereinsvorstand legt Amt nieder

Aufgrund der Meinungsverschiedenheiten mit dem Vereinsvorstand legte Günter Preuß am Freitag sein Amt nieder. 24 Jahre lang war er stellvertretender Vorsitzender des Gartenvereins gewesen. Preuß kritisiert den abwartenden Kurs der Stadt: „Ich bin enttäuscht darüber, dass der Stadtverband bislang keine Kompromissbereitschaft zeigte und die Kleingärtner nun außen vor sind.“

Am Montagabend trifft sich der Vorstand des Kleingartenvereins zu seiner planmäßigen Sitzung. Eigentlich sollte die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung stehen. Nun werden sich  die Schwerpunkte wohl etwas verlagern.

Auch Garagenbesitzer betroffen

Doch nicht nur die Hobbygärtner sind von der Sperrung betroffen: Auch die etwa 15 Garagen im hinteren Abschnitt der Zufahrt sind nun nicht mehr zugänglich. Die Garageneigentümer mit Sitz in der Schweiz haben einen Anwalt eingeschaltet. Am Dienstag findet vor Gericht eine Anhörung statt. Das letzte Wort im Streitfall ist also noch nicht gesprochen.

Junes Semmoudi

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