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Lokales Grünes Licht für Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße
Dresden Lokales Grünes Licht für Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße
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12:09 20.04.2018
Künftig autofrei: die Kesselsdorfer Straße.  Quelle: DVB (Grafik)
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Dresden

Endlich! Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat jetzt der Landeshauptstadt Dresden den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße übermittelt. Damit sind die Pläne ebenso genehmigt wie der grundhafte Ausbau der Kesselsdorfer Straße zwischen Poststraße und Tharandter Straße inklusive der damit verbundenen Gleisbauarbeiten, wie LDS-Sprecher Holm Felber erklärte.

Mit dem Bau der Zentralhaltestelle wird der motorisierte Individualverkehr in diesem Bereich von der Kesselsdorfer Straße auf das umliegende Straßennetz verlegt. Deshalb wird die Verkehrsachse im Bereich zwischen Wernerstraße und Tharandter Straße zur Ortsstraße abgestuft. Gleichzeitig wird die Wernerstraße, die den Hauptanteil des Verkehrs von der Kesselsdorfer Straße aufnehmen soll, zur Kreisstraße aufgestuft, erklärte Felber.

Das Bauvorhaben Zentralhaltestelle und grundhafter Ausbau Kesselsdorfer Straße erstreckt sich über 450 Meter. Die neue Haltestelle wird über Glesie verfügen, über die auch Busse fahren können. An den beidseitig angeordneten Haltestellenbereichen werden sich laut Felber Rad- und Gehwege anschließen. Diese sollen auch vom Lieferverkehr befahren werden können. Die Bordsteine werden für mobilitätseingeschränkte Personen abgesenkt. Im Zuge des Ausbaus werden die Versorgungsleitungen im Erdreich erneuert.

Die neue Zentralhaltestelle soll von den Straßenbahnlinien 6, 7 und 12, den Buslinien 61, 63 und 90 der Dresdner Verkehrsbetriebe, der Buslinie A des Stadtverkehrs Freital und der Regionalbuslinie 333 des Regionalverkehrs Dresden genutzt werden. Prognosen gehen von bis zu 750 Einsteigern pro Bahnsteig und Stunde aus. Damit zählt die Haltestelle zu den am meisten frequentierten von Dresden.

Der Bau der Zentralhaltestelle ist Teil des Stadtbahnprogrammes 2020 und zählt zum ersten Abschnitt der Neubaustrecke Löbtau – Südvorstadt – Strehlen. Die Haltestelle soll die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessern. Gegenwärtig kommt es regelmäßig zu Konflikten zwischen Kraftfahrern und Fahrgästen von Bus und Bahn im Haltestellenbereich.

Eigentlich sollte der Bau längst begonnen haben. So hatte der frühere Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) 2015 den Baustart für 2016 angekündigt. Doch weil sich der Planfeststellungsbeschluss verzögerte, wird auch in diesem Jahr nicht gebaut. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte jüngst, im September werde die Stadt damit beginnen, die Ampelanlagen und Verkehrsknoten zu modifizieren. Die eigentlichen Bauarbeiten würden erst im Frühjahr 2018 beginnen, damit die Fahrgäste im Winter die Haltestelle noch nutzen könnten. Die Kosten des Vorhabens hatte Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz auf neun Millionen Euro beziffert.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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