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Grünes Licht für KIB am Dresdner Neumarkt - Investor darf umstrittenen Neubau angehen

Grünes Licht für KIB am Dresdner Neumarkt - Investor darf umstrittenen Neubau angehen

Die rechtlichen Hürden sind aus dem Weg geräumt. Der Weg ist frei für einen umstrittenen Neubau am Neumarkt: Die Planungen für Quartier V/1 an der Frauengasse zwischen Kulturpalast und Heinrich-Schütz-Residenz laufen wieder an.

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Als moderner Übergang zwischen Kulturpalast und Neumarkt soll das geplante KIB-Haus wirken - das hat Kritik hervorgerufen.

Quelle: Archiv

Die Baugrube ist seit Jahren ausgehoben, doch wegen eines lang anhaltenden Rechtsstreits blieb es dabei.

Die Grundstücksnachbarn hatten gegen die aus ihrer Sicht zu geringen Abstandsflächen geklagt (DNN berichteten), die Streitigkeiten sind entschieden: Das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) hat eine Klage der Schütz-Residenz (Quartier V/2) als unbegründet abgewiesen, das Urteil ist rechtskräftig. Den Rechtsstreit mit dem Grundstücksnachbarn an der Wilsdruffer Straße, der Hirmer Immobilien GmbH, musste das OVG laut Sprecher Thomas Pastor nicht entscheiden: "Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt", erklärte er jetzt auf Anfrage der DNN.

Die Nürnberger KIB-Gruppe will im Quartier V/1 ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. 2011 hatte das Unternehmen die Investitionssumme mit 14 Millionen Euro angegeben. Angesichts steigender Baupreise dürfte deutlich mehr Geld in das Projekt fließen. Richard Mi-nartz. Geschäftsführer der KIB-Gruppe, bestätigte auf DNN-Anfrage die Einigung mit dem Grundstücksnachbarn. "Wir sind so weit, dass wir uns ernsthaft mit dem Thema Neumarkt beschäftigen können."

Der KIB-Chef erklärte aber auch, dass man sich nun unternehmensintern erst einmal sortieren werde, bevor man auf die Landeshauptstadt zugehen und die weiteren Schritte planen wolle. "Das ist momentan ein bisschen in der Schwebe." Minartz verwies darauf, dass die KIB-Gruppe seit 2011 im Besitz eines Bauvorbescheids der Landeshauptstadt Dresden sei. "Das ist der Stand."

"Der Bauherr hat angekündigt, den Kontakt zur Stadtverwaltung aufzunehmen und das weitere Vorgehen sowie die Planungen abzustimmen. Dazu ist es noch nicht gekommen", teilte Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) auf Anfrage der DNN mit.

Das KIB-Vorhaben ist höchst umstritten. Der Investor plant ein Wohn- und Geschäftshaus als modernen, kompakten Bau mit Staffelgeschoss nach einem Entwurf des Büros Kupferschmidt Architekturpartner aus München. Das Gebäude soll mit seinem modernen Äußeren den historischen Neumarkt abschließen und sich an der Formensprache des Kulturpalastes orientieren. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt lief Sturm gegen das Projekt und forderte den Wiederaufbau des Gutbierschen Hauses. Zu Fragen der Gestaltung wollte sich Minartz nicht äußern. "Dazu ist es noch zu früh", erklärte er gegenüber DNN.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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