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Grünes Gewandhaus kommt bis Ende 2018

Baumpflanzung auf dem Neumarkt in Dresden Grünes Gewandhaus kommt bis Ende 2018

Eigentlich sollten die Bäume auf dem Grundriss des Gewandhauses am Neumarkt längst stehen. Aber der Baubeginn für das „Grüne Gewandhaus“ hat sich immer wieder verzögert. Jetzt steht fest: Die Arbeiten werden Ende 2018 abgeschlossen. Die Kosten haben sich nahezu verdoppelt.

Das „Grüne Gewandhaus“ soll 2018 fertig werden.Stadtverwaltung

Dresden. Die gute Nachricht zuerst: Im März 2018 sollen die Bauarbeiten auf der Gewandhausfläche auf dem Neumarkt beginnen. Die Fertigstellung des „Grünen Gewandhauses“ ist für spätestens Dezember 2018 geplant. Das teilte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt den Stadträten mit. Er hat aber auch eine schlechte Botschaft zu verkünden: Der 2011 vom Stadtrat beschlossene Kostenrahmen von 600 000 Euro kann nie und nimmer gehalten werden. Nach aktuellem Leistungsverzeichnis werden 1,1 Millionen Euro fällig.

Die Geschichte des Gewandhauses auf dem Neumarkt ist eine unglückliche. Der Umgang mit dem Areal spaltete die Stadt. Ein moderner Entwurf für das Gewandhaus von einem Stuttgarter Büro stieß in Expertengremien zwar auf Begeisterung, wurde aber von vielen Dresdnern auch abgelehnt. 2010 traf der Stadtrat eine Grundsatzentscheidung und entschied, dass das frühere Gewandhausareal nicht wieder bebaut wird. 2011 beschloss das Kommunalparlament, „das ehemalige Gewandhausgrundstück mit großen beschnittenen Bäumen als repräsentativ beschattete Platzfläche mit integrierten öffentlichen Sitzgelegenheiten und einem Trinkbrunnen zu gestalten“. Eine Entscheidung, die nicht von allen Mitgliedern der Gestaltungskommission für den Neumarkt geteilt wird. „Ich halte es für einen großen Fehler, dass das Gewandhausareal nicht bebaut wird“, erklärte jüngst der frühere Landeskonservator Gerhard Glaser.

Der Stadtratsbeschluss gilt, 600 000 Euro wurden in den Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellt, die Arbeiten sollten bis zum Jahreswechsel 2013/2014 abgeschlossen sein. Mehr als drei Jahre gingen ins Land, ohne dass ein Bäumchen gepflanzt wurde, obwohl die Stadt bereits 2015 die Gehölze bestellt hat, wie aus dem aktuellen Schreiben des Baubürgermeisters hervorgeht. Das bestellte Grün steht derzeit noch in einer Baumschule und muss spätestens im nächsten Jahr eingepflanzt werden, so Schmidt-Lamontain. „Sonst ist eine Verpflanzung aufgrund der Größe nicht mehr möglich.“

Die Stadtverwaltung sei nach Bekanntgabe des ambitionierten Zeitplans zu der Erkenntnis gelangt, dass die Herstellung der Gewandhausfläche an Baubeginn und -fortschritt im benachbarten Quartier VI „bautechnisch als auch bautechnologisch gekoppelt“ sei. Die Investoren – der Dresdner Projektentwickler USD und Nobelpreisträger Günter Blobel – hätten den Beginn ihrer Hochbaumaßnahmen aus den verschiedensten Gründen immer wieder verschieben müssen. „Deshalb musste auch die Herstellung der Gewandhausfläche zurückgestellt werden“, erklärte der Baubürgermeister den Verzug. Im April 2016 habe USD mit den Arbeiten begonnen, im Januar 2017 Blobel. „Um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, wurde mit beiden Investoren vertraglich die Verschiebung der Herstellung der Gewandhausfläche nochmalig verschoben“, so der Baubürgermeister.

Mit Vorlage der Kostenberechnungen zur Ausführungsplanung sei eine Kostensteigerung ersichtlich geworden. Zur Deckung der Mehrkosten seien deshalb Maßnahmen in anderen Fördergebieten reduziert oder gestrichen worden. Bei der Gestaltung der Außenanlagen am Kulturpalast seien 120 000 Euro nicht ausgegeben worden, dieses Geld werde jetzt für die Fläche am Neumarkt verwendet. „Die Gestaltung der Gewandhausfläche kann in der beschlossenen Qualität und entsprechend dem exponierten Standort erfolgen“, ist sich Schmidt-Lamontain sicher.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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