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Lokales Grünen-Vorschlag: Stadt könnte ein Viertel zur Fernsehturm-Sanierung geben
Dresden Lokales Grünen-Vorschlag: Stadt könnte ein Viertel zur Fernsehturm-Sanierung geben
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13:00 02.07.2017
Thomas Löser, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, sieht bei der Debatte zur Wiederbelebung des Fernsehturms drei Probleme. Quelle: dpa
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Dresden

Thomas Löser, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, sieht bei der Debatte zur Wiederbelebung des Fernsehturms drei Probleme: „Die Finanzierung, die Betreibung und der Naturschutz müssen geklärt werden“, erklärte er gegenüber DNN. Dass die Machbarkeitsstudie jetzt vorliegt, wertete Löser als Erfolg. „Die dort empfohlene kleine Variante mit Aussichtsplattform und Café ist eine Diskussionsgrundlage.“

Rund 20 Millionen Euro werde die Sanierung des Fernsehturms kosten, schätzt der Fraktionsvorsitzende. Das werde die Stadt nicht allein stemmen können. „Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Stadt mit einem Viertel beteiligt. Über fünf Jahre verteilt, wäre das eine Million Euro pro Jahr.“ Der Bund und der Freistaat müssten mit den gleichen Anteilen ins Boot genommen werden, aber auch die Bürgerschaft sollte mit Spenden ein Viertel zur Finanzierung beitragen.

Wenn die Finanzierung geklärt sei, könne man über den Betrieb des Fernsehturms sprechen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stadt dauerhaft Zuschüsse zur Verfügung stellt. Die Betreibung darf nicht zu Lasten der Stadt gehen“, fordert Löser. Außerdem müssten landschafts- und naturschutzrechtliche Probleme gelöst werden. Für einen Strom von 230 000 Besuchern pro Jahr müsse in die Infrastruktur investiert werden. „Wir benötigen Parkplätze. Entweder direkt am Fernsehturm oder an anderen Orten, von denen aus die Gäste dann zum Fernsehturm gebracht werden.“ Das Bauwerk befinde sich im Landschaftsschutzgebiet, dort würden besondere Regeln gelten.

Er sei sich der Tatsache bewusst, dass der Fernsehturm für viele Dresdnerinnen und Dresdner einen hohen emotionalen Wert besitze. „Bei uns in der Fraktion gibt es verschiedene Meinungen, der Diskussionsprozess ist noch nicht abgeschlossen“, betonte der Fraktionsvorsitzende.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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