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Grünen-Stadtrat will sich für Club "Sabotage" einsetzen

Gespräch zwischen Anwohner und Betreibern geplant Grünen-Stadtrat will sich für Club "Sabotage" einsetzen

In der vergangenen Woche kam der Schock: Dem Club „Sabotage“ in der Dresdner Neustadt droht das Aus. Wegen Anwohnerbeschwerden über Lärm. Grünen-Stadtrat Torsten Schulze will das verhindern – und plant in den nächsten zwei Wochen ein klärendes Treffen zwischen Anwohner und Betreibern.

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Der Stadtrat Torsten Schulze
 

Quelle: PR

Dresden.  Der Grünen-Stadtrat Torsten Schulze will im Streit um den Dresdner Nachtclub „Sabotage“ zwischen beiden Seiten vermitteln. Dazu hat er die Betreiber Christoph Töpfer und Harald Köhler sowie den Anwohner Karsten Tille zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, um über die aktuelle Situation zu beraten. Das Treffen soll innerhalb der nächsten zwei Wochen stattfinden.

In der vergangenen Woche hatte das „Sabotage“ bekannt gegeben, dass es vom Umweltamt die Auflage erteilt bekommen hat, bis zum 25. Juni ein Konzept darüber vorzulegen, wie der Geräuschpegel gesenkt werden kann. Eine Messung Anfang April hatte ergeben, dass der für Wohngebiete vorgeschriebene Maximalpegel von 35 Dezibel um sechs Dezibel überschritten wurde. Im Vorfeld hatten sich Anwohner über die Lärmbelästigung beschwert.

Schulze äußerte Verständnis für beide Parteien. Auf der einen Seite verstehe er diejenigen, die eine Gentrifizierung bemängeln: „Jeder Zugezogene weiß um die Gegebenheiten in der Neustadt und zieht im Bewusstsein dorthin, dass es in dem Viertel nachts auch lauter zugeht. Es ist dann fatal, wenn ein gemeinsames Nebeneinander nicht mehr möglich ist.“ Im Internet hatten einige Nachtschwärmer den Vergleich zu Berlin gezogen. Dort wurden in den vergangenen Jahren etliche Kneipen und Clubs wegen Anwohnerbeschwerden zur Schließung gezwungen.

Dem „Sabotage“ droht nun ein ähnliches Schicksal. Doch Schulze betonte, dass auch auf die Anwohner Rücksicht genommen werden müsse: „Das Problem sind ja wohl nicht die Bässe, sondern der Lärm aus dem Innenhof. Dass dort dann auch Flaschen zerschellen und der Bereich anderweitig verschmutzt wird, das zeugt von einer Rücksichtslosigkeit, für die mir das Verständnis fehlt.“

Rücksichtnahme auf den jeweils anderen – das fordert Schulze nun von Töpfer, Köhler und Tille beim anstehenden Gespräch. Dann ist er zuversichtlich, dass ein Kompromiss gefunden werden kann. Als mögliche Lösung kam bereits die Einrichtung einer Kulturschutzzone, in der andere Lärmpegel-Grenzen gelten, ins Gespräch. „Das Problem ist dabei aber, dass es eine solche Zone rechtlich in Sachsen gar nicht gibt. Ein solcher Beschluss wäre also wirkungslos“, so Schulze.

Andere Lösungsmöglichkeiten soll das klärende Gespräch aufzeigen. Und wenn das nicht fruchtet, dann verspricht Schulze, sich trotzdem für den Erhalt des „Sabotage“ einzusetzen: „Ein Aus wäre sehr schade.“

Von August Modersohn

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