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Lokales Grünen-Anfrage: TU Dresden mit wenig unbefristeten Neuanstellungen
Dresden Lokales Grünen-Anfrage: TU Dresden mit wenig unbefristeten Neuanstellungen
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20:38 09.09.2015

Das geht aus Zahlen von Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) für den Landtag hervor. Die auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Gerstenberg vorgelegten Daten beziehen sich auf Neueinstellungen von Lehrkräften für besondere Aufgaben sowie wissenschaftlichen oder künstlerischen Mitarbeitern. Nicht einbezogen wurden die wissenschaftlichen oder künstlerischen Hilfskräfte und die Akademischen Assistenten, da in diesen Personalkategorien die Einstellung laut Gesetz ausschließlich befristet möglich sei.

"Das Einstellungsverhalten der personalverwaltenden Dienststellen ist im Berichtszeitraum nicht von einer auffälligen Entwicklung gekennzeichnet", teilte Schorlemer mit. Das Sonderbefristungsrecht an den Hochschulen gewährleistet, dass ausreichend Stellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs zur Verfügung stehen und frei werdende Stellen mit jungen Nachwuchswissenschaftlern besetzt werden können, die auf diesen Stellen ihre wissenschaftliche Qualifikation erwerben. erläuterte die Ministerin.

Schorlemer will mit Hochschulen über Selbstverpflichtung reden

Nach ihren Angaben war in Dresden in den vergangenen fünf Jahren der Anteil unbefristeter Neueinstellungen an der Gesamtzahl neuer Mitarbeiter nie größer als 3,2 Prozent. An der Uni Leipzig schwankte er zwischen 4,35 (2009) und 13,76 (2011). Im vergangenen Jahr lag er dort bei 9,64 Prozent von 166 Neueinstellungen. In Chemnitz bewegte sich der Anteil unbefristeter Verträge zwischen 5,9 (2010) und 10,8 Prozent im vergangenen Jahr. Auch die TU Bergakademie Freiberg kommt auf ähnliche Zahlen: Die Werte pendeln zwischen 5,5 (2011) und 12,1 Prozent (2012). Personal, dass über eingeworbene Drittmittel finanziert wird, ist in den Zahlen ebenfalls nicht enthalten. Diese Mitarbeiter werden aber nahezu ausschließlich befristet beschäftigt, weil auch die Drittmittel von Firmen oder ähnlichem meist für Projekte befristet sind.

Die kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnisse an den Hochschulen sorgen seit längerer Zeit für Kritik, in der Dresden hat sich ein Mitarbeiter-Initiative zu diesem Problem gegründet. Und bwohl Ministerin Schorlemer keine Auffälligkeiten zu erkennen vermochte, sieht sie Handlungsbedarf. In jüngster Zeit habe sich vor allem die "die Zahl von Verträgen mit einer sehr kurzen Laufzeit erhöht", erläuterte sie. hat. Die Staatsregierung unterstütze daher die von CDU, CSU und SPD geplante Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Ziel der bislang nur im Koalitionsvertrag verankerten Pläne, sei es, wissenschaftliche Karrieren planbarer und verlässlicher zu machen. Ferner beabsichtige ich auf Landesebene mit den Hochschulen in einen Dialog über den möglichen Abschluss einer freiwilligen Selbstverpflichtung im Hinblick auf den Umgang mit dem hochschulrechtlichen Sonderbefristungsrecht zu treten. Nähere Angaben macht sie nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2014

Ingolf Pleil

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