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Grüne verteidigen Pläne für Ski-Weltcup in Dresden gegen Kritik

Sportevent Grüne verteidigen Pläne für Ski-Weltcup in Dresden gegen Kritik

Die Dresdner Grünen verteidigen den geplanten Ski-Weltcup in der Landeshauptstadt gegen Kritik aus dem Erzgebirge – ausdrücklich geht es ihnen dabei auch um die Zweifel an der ökologischen Vertretbarkeit.

Ski-Langlauf soll es im nächsten Jahr am Elbufer geben.
 

Quelle: dpa-Zentralbild/Montage

Dresden.  Die Grünen in Dresden verteidigen den geplanten Ski-Weltcup in der Landeshauptstadt. „Bei der Betrachtung dürfen nicht nur einzelne Aspekte herausgegriffen werden“, erklärte Torsten Schulze aus dem Stadtrat gegenüber DNN. Er reagierte damit unter anderem auf Äußerungen aus der Tourismusbranche. Im Freistaat Sachsen gebe es – speziell in den Mittelgebirgen – renommierte, bekannte und sehr schneesichere Wintersportgebiete wie beispielsweise Altenberg, Oberwiesenthal oder auch Klingenthal, hatte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge, Veronika Hiebl, auf DNN-Anfrage erklärt. Alleine vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit – im Sinne ökologischer und auch ökonomischer Aspekte – sollte der Austragungsort von Wintersportveranstaltungen sensibel ausgewählt werden, hatte sie hinzugefügt. Auch CDU-Landespolitiker aus der Erzgebirgsregion äußerten sich kritisch.

Erzgebirge ärgert sich über Ski-Weltcup in Dresden

„Das unterstellt ja, dass wir uns darüber keine Gedanken gemacht haben“, widersprach Schulze. Heute sei es aber bei allen großen Ski-Veranstaltungen so, dass Pisten und Loipen mit Kunstschnee präpariert würden. In Dresden könnten die Wettkampfstätten von Sportlern und Zuschauern auf kurzem Weg und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die Eintrittskarte diene auch als Nahverkehrsticket, sagte Schulze. Das seien Faktoren, die die Ökobilanz deutlich verbessern würden. Kritik, die nur auf den Kunstschnee ziele, ist nach Schulzes Auffassung nicht zu Ende gedacht. Er verwies zudem auf die Verpflichtung der Veranstalter, nach den Wettkämpfen eine Öko-Bilanz vorzulegen. Sollte diese schlecht ausfallen, müsse sicher neu nachgedacht werden. Bislang rechne er aber mit einem besseren Ergebnis als in angestammten Ski-Regionen.

Die hochkarätigen Wettkämpfe im Ski-Langlauf sollen am 13. und 14. Januar 2018 erstmals am Königsufer in Dresden stattfinden. Die Stadt unterstützt die Veranstaltung mit 300000 Euro. Den gleichen Betrag will auch der Freistaat beisteuern, die konkrete Umsetzung ist beim Land aber noch strittig.

Von Ingolf Pleil

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