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Lokales Grüne fordern unverzüglich sichere Radwege
Dresden Lokales Grüne fordern unverzüglich sichere Radwege
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15:37 14.09.2018
Thomas Löser und Johannes Lichdi mit Entwürfen für eine höhere Sicherheit im Radverkehr. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Sie prägen das Straßenbild vielerorts in Dresden: weiße Fahrräder, sogenannte Ghost Bikes. Aufgestellt an Stellen, an denen sich einst tragische Radunfälle ereigneten, fungieren sie sowohl als Mahnmal als auch als Gedenkstätte. Erst vor etwa einem Monat kam es auf der St. Petersburger Straße wieder zu einem solch tragischen Unfall. Eine 45-jährige Radfahrerin prallte vor eine sich plötzlich öffnende Tür eines parkenden Pkw, schleuderte auf die Straße, wurde von einem fahrenden Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt.

Derartige Unfälle sind in der Landeshauptstadt leider keine Einzelfälle. Immer wieder kommt es wegen der unzureichend ausgebauten, teils gefährlichen Radverkehrswege zu schweren Unfällen, die eine alarmierend hohe Zahl an Opfern fordern – die Grünenfraktion im Stadtrat hat davon genug und reichte am Freitag einen Antrag beim Oberbürgermeister ein.

Gegenstand ist die St. Petersburger Straße, die ein enormes Risiko darstellt. Vor allem sogenannte „Dooring-Unfälle“ – Unfälle, die durch sich öffnende Türen verursacht werden – sorgen hier immer wieder für entsetzliche Szenen. Grund dafür ist, dass der Radstreifen an einem Längsparkstreifen vorbeiführt und hierfür einfach zu schmal ist. Deswegen heißt die Forderung der Grünen: „Unverzüglich sichere Radwege auf der St. Petersburger Straße herstellen!“

In ihrem Beschlussvorschlag fordert die Fraktion, die Radwege zwischen Georgplatz und Wiener Platz beidseitig durch die Entfernung der Parkflächen sicherer zu machen und in diesem Abschnitt die Planung von sicheren und attraktiven Radwegen zu veranlassen.

Als langfristige Lösung sieht die Fraktion, wie auch schon der ADFC, eine klare bauliche Trennung zwischen Radfahrern und motorisiertem Verkehr vor. Dies ist beispielsweise durch Grünflächen oder eine Abpollerung umsetzbar. Solche Maßnahmen seien nicht besonders kostenintensiv, aber sehr effektiv – es scheitert nur an der Planung und den langsamen Vorgängen in der Stadtverwaltung, so der Fraktionsvorsitzende Thomas Löser und der Sprecher für Verkehr Johannes Lichdi.

Die Fraktion wird jedoch nicht auf ihrem Entwurf beharren, machten die Vertreter klar. Sollte die Stadtverwaltung einen ebenso guten Vorschlag vorbringen, wird sich eine Einigung finden lassen.

„Ziel sollte ‚Vision Zero‘ sein, die in skandinavischen Ländern wie Dänemark oder Schweden schon seit Jahren real ist“, so Löser. Inhalt dieser Vision ist es, Verkehrswege und -mittel so sicher zu gestalten, dass keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr auftreten.

Von Franziska Gleißner

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