Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Grüne fordern bessere Bedingungen für Radler auf Blauem Wunder
Dresden Lokales Grüne fordern bessere Bedingungen für Radler auf Blauem Wunder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:57 07.10.2018
2019 solle die Sanierung des Blauen Wunders weitergehen. Die Grünen fordern, dann die Bedingungen für den Radverkehr zu bessern. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Dresdner Grünen fordern Regelungen, die Radlern das Queren des Blauen Wunders erleichtern, wenn die Loschwitzer Brücke voraussichtlich im nächsten Jahr wieder zur Baustelle wird. Dann sollen die derzeit drei Fahrspuren womöglich bis 2025 auf zwei reduziert werden, wie der Blasewitzer Stadtrat Wolfgang Deppe (Grüne) sagt. Damit würde sich die „bisher schon bedenkliche Verkehrssicherheit“ von Radfahrern auf der stark befahrenen Brücke „drastisch verschlechtern“, wie er meint.

Bis Ende des Jahres soll Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ein verbindliches Maßnahmekonzept vorlegen, das den Schutz von Radlern bei der Brückensanierung garantiert. Konkrete Vorschläge dafür machen die Grünen in ihrem Antrag auch, den sie in den Stadtrat einbringen wollen. So könnte auf der Brücke in der Sanierungszeit generell Tempo 20 gelten, was den Radlern das Mitschwimmen im Verkehr erleichtere. Das Tempolimit sollte durch Blitzer überwacht werden. Außerdem sei es zu prüfen, ob sich die Geländer der Brücke erhöhen ließen, was die gemeinsame Nutzung der Gehwege durch Radler und Fußgänger möglich mache. „In Betracht käme auch eine (technisch allerdings aufwendige) Behelfsbrücke während der Bauzeit, wie sie sich bei der Sanierung der Albertbrücke sehr bewährt hat“, meint Deppe. Zusätzlich hilfreich könne auch die rasche fahrradfreundliche Sanierung des Körnerwegs sein.

Für Radfahrer stellt das Blaue Wunder bisher ein schwieriges Pflaster dar. Die Straßenverkehrsordnung zwingt sie dort zur Nutzung der Fahrbahn, was sich viele wegen der starken Verkehrsbelastung und der dortigen Enge nicht trauen. Deppe berichtet in diesem Zusammenhang von vielen „unfallträchtigen Konflikten“ zwischen Autofahrern und Radfahrern. Gleichzeitig sei die Nutzung der Querung für viele Radler auf ihren täglichen Wegen obligatorisch, weil ein Umweg über die für Radler besser geeignete Waldschlößchenbrücke für viele Zweiradfahrer zu weit sei.

Deshalb wählen Radfahrer immer wieder den für sie verbotenen Weg über die ebenfalls engen Gehwege der Loschwitzer Brücke und gefährden dort Fußgänger. Die Polizei, zuständig ist das Revier Dresden-Mitte, hat darin ein echtes Problem erkannt und versucht, der Lage mit Kontrollen Herr zu werden. Die Gehbahnen sind für den Radverkehr zudem nicht geeignet, weil die Geländer dafür zu niedrig sind. Das von den Grünen geforderte Maßnahmekonzept würde bei seiner Umsetzung also nicht nur die Belastungen der Bauzeit abfedern, sondern eine Verbesserung der Radverkehrsbedingungen gegenüber dem Jetztzustand darstellen.

Gemeint ist es aber auch als eine Reaktion auf einen Vorstoß der Koalitionspartei SPD. „Solche speziell für den Radverkehr notwendige Maßnahmen können nicht durch kostenlose DVB-Tickets ersetzt werden, wie sie die SPD jetzt für die Bauphase fordert, abgesehen von den rechtlichen Problemen, die dieser Vorschlag schafft. Für viele Menschen ist das Fahrrad für ihre Verkehrsziele nicht durch den Autobus ersetzbar“, meint Stadtrat Deppe.

Von uh

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wegen der geplanten Entschärfung einer mutmaßlichen Fliegerbombe am 23. Oktober soll auch der Hort der Aktiven Schule epharisto an der Leipziger Straße geschlossen bleiben. Das teilt die Stadt Dresden mit und erweitert somit die Evakuierungsaktion.

07.10.2018

Um die Schulwegsicherheit zu erhöhen, lässt die Stadt Dresden in Eschdorf auf der Pirnaer Straße in Höhe der Einmündung Kirchberg eine Fußgängerampel errichten. Die Arbeiten beginnen am Montag, 8. Oktober, und sollen am Freitag, 26. Oktober, abgeschlossen werden.

07.10.2018
Lokales Konkordienstraße/Moritzburger Platz - SPD Pieschen begrüßt Sanierung der 8. Grundschule

Die SPD Dresden-Pieschen begrüßt die von der Stadtverwaltung vorgesehene Sanierung der 8. Grundschule an der Konkordienstraße. Ab Sommer 2019 will die Stadt insgesamt über 5,5 Millionen Euro in das 1881 errichtete Schulgebäude investieren.

07.10.2018