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Lokales Verwaltungszentrum: Zwei Optionen, aber keine Einigung in Sicht
Dresden Lokales Verwaltungszentrum: Zwei Optionen, aber keine Einigung in Sicht
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10:33 03.12.2018
Das World Trade Center könnte eine Alternative zum Neubau eines Verwaltungszentrums sein. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Heute geht es auf einer Bürgerwerkstatt ab 17.30 Uhr im Stadtmuseum um das neue Verwaltungszentrum auf dem Ferdinandplatz. Die Dresdnerinnen und Dresdner können kundtun, wie sie sich die Architektur für den Neubau vorstellen und welche Vorstellungen sie von moderner und bürgernaher Verwaltung haben. Ärgerlich nur: Politisch steht das Neubau-Vorhaben der Verwaltung längst noch nicht auf soliden Füßen.

Löser wünscht sich mehr Mut vom Stadtrat

„Ich sehe eine Menge Widerstände gegen das neue Verwaltungszentrum“, erklärte Thomas Löser, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. So weigern sich die Linken standhaft, ein kleines Privatgrundstück auf dem Ferdinandplatz zum dreifachen Verkehrswert anzukaufen. „Ohne dieses Grundstück lässt sich das Vorhaben aber nicht realisieren“, so Löser. Auch die im Raum stehende Anmietung von Büroflächen im World Trade Center hält der Fraktionsvorsitzende für ungeeignet, um die Verwaltung zukunftsfähig zu machen. „Es geht um eine völlig neue Organisation der Abläufe und nicht nur um Bürofläche.“

Schließlich setzt Löser auf den Städtebau. „Wo hat denn die Stadt einmal die Möglichkeit, einen neuen Platz zu gestalten“, fragt er und wünscht sich mehr Mut vom Stadtrat. „Am Ferdinandplatz können wir als Stadt ein Statement abgeben und einen hochwertigen Stadtraum definieren. Das sollten wir uns nicht aus der Hand geben“, appelliert der Fraktionsvorsitzende an seine Kollegen, sich zum neuen Verwaltungszentrum zu bekennen. Wobei das neue „Technische Rathaus“ nur einer von drei Baukörpern ist, die auf den jetzigen Parkplätzen entstehen sollen.

Vorhaben am Ferdinandplatz nicht zerreden

Das holländische Büro Barcode Architects hat einen preisgekrönten städtebaulichen Entwurf erarbeitet, der zum einen das Karstadt-Kaufhaus vollendet und einen abgeschlossenen Innenhof schafft. In diesem Baukörper könnten Geschäfte und Gaststätten im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen entstehen. Die Verwaltung will den zweiten, zentralen Baukörper für sich nutzen, bis zu 1600 Mitarbeiter sollen hier ihren Arbeitsplatz finden.

Für den dritten Baukörper hin zur St. Petersburger Straße sind laut Löser Ideen gefragt. „Hier können wir über Wohnungsbau nachdenken und das Grundstück der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zukommen lassen, aber auch frei finanzierte Vorhaben sind möglich. Hauptsache, wir finden eine städtebauliche Gesamtlösung.“ Das Vorhaben auf dem Ferdinandplatz dürfe nicht zerredet werden. „Die Stadt kann doch nicht alles aus der Hand geben, sondern sollte selbst Maßstäbe setzen“, fordert der Fraktionsvorsitzende.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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