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Lokales Großzügige Spende aus Bayern für das Dresdner Verkehrsmuseum
Dresden Lokales Großzügige Spende aus Bayern für das Dresdner Verkehrsmuseum
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14:00 10.08.2017
Über eine großzügige Spende an hochwertigen Modelleisenbahnen in der Nenngröße 1 kann sich das Verkehrsmuseum freuen. Quelle: Peter Weckbrodt
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Dresden

Über eine großzügige Spende an hochwertigen Modelleisenbahnen in der Nenngröße 1 kann sich das Verkehrsmuseum freuen. Denn der im Großraum München wohnende Beamte im Ruhestand Helmut Gräf übergab Sven Bracke, dem Kustos des Museums, ein aus einer Dampflokomotive der Baureihe 94, einer Diesellokomotive sowie 13 Güterwagen der unterschiedlichsten Bauarten bestehendes Konvolut.

„Natürlich freuen wir uns über diese großzügige Spende, zumal sich alle Fahrzeuge in einem makellosen, unbespielten Zustand befinden. Mit ihnen schließen wir eine bisher vorhandene Lücke bei Modellbahnfahrzeugen dieser Nenngröße im Nachkriegsbereich. Ab September können wir die Modelle, in Vitrinen aufgestellt, unseren Besuchern präsentieren“, so Sven Bracke.

Den 73-jährigen, einst als Oberbaurat in bayrischen Behörden tätigen Gräf freut es, dass er mit seinen Modellfahrzeugen beim Verkehrsmuseum willkommen ist. Er hatte schon gegenteilige Erfahrungen gesammelt: „Weil ich keine an der Modelleisenbahn interessierte Nachkommen habe, hatte ich meine Sammlung zunächst dem Deutschen Museum in München angeboten, aber dort stieß ich auf keine Resonanz. Das Dresdner Verkehrsmuseum hatte ich mit einer Gruppe Gleichgesinnter im Mai kennengelernt. Ich finde das Museum richtig toll. Als ich Herrn Bracke meine Fahrzeuge anbot, erhielt ich prompt eine positive Antwort. Nun weiß ich sie hier in Dresden gut aufgehoben. Mir gefällt die Stadt, und die Menschen sind hier sehr aufgeschlossen. Ich werde gern wiederkommen.“

Die Nenngröße 1 wird unter den Modelleisenbahnfahrzeugen gern als die Königsklasse bezeichnet. Ihre Geburt erlebte sie 1891 bei der weltberühmten Firma der Gebrüder Märklin in Göppingen. Schon damals waren die recht großen Fahrzeuge im Maßstab 1.32 nur für den gut gefüllten Geldbeutel erschwinglich. Deshalb folgten auch nur einzelne andere Hersteller der Produktion dieser Fahrzeuge für Gleise mit der Spurweite 45 mm. Vorkriegsmodelle von Märklin erzielen, in Abhängigkeit vom Erhaltungszustand, heute gepfefferte Preise unter deren Liebhabern. Aber auch Märklin stellte die Fertigung mangels Nachfrage zu Gunsten der neuen, schnell populär werdenden Nenngrößen OO/HO gänzlich ein. In der DDR hat es nie eine Produktion in der Nenngröße 1 gegeben. Dann nahm Märklin 1969 doch erneut die Fertigung auf: „Die neue 1“ hieß es damals. Vor etwa drei Jahren startete Märklin eine Verkaufsoffensive unter dem Slogan „Imposante Größe, raffinierte Technik, Emotion pur“ und bietet Erzeugnisse im Premium-Segment an, selbstverständlich zu adäquaten Preisen.

Von Peter Weckbrodt

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