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Großer Zulauf für Senioren-Bildung in Dresden - immer mehr Rentner zieht es in Vorlesungen

Großer Zulauf für Senioren-Bildung in Dresden - immer mehr Rentner zieht es in Vorlesungen

"Meine Zeit reicht gar nicht aus, um sämtliche Vorlesungen und Seminare zur Geschichte, Literatur und Philosophie zu besuchen, die mich interessieren.

Von katrin Richter

" Seit die Dresdnerin Doris Streul Rentnerin ist, schreibt sie sich regelmäßig an der Seniorenakademie ein. 30 Euro zahlt sie pro Semester. Seitdem hat sie sich an der Uni vier Semester lang Vorlesungen zur Dresdner Baugeschichte angehört, sich in der Reihe "Club der toten Philosophen" mit Peter Sloterdijk und in der Literaturgruppe mit Eva Strittmatter befasst.

1500 Hörer zählt die Seniorenakademie für Wissenschaft und Kunst pro Studienjahr. Vor knapp 20 Jahren von der TU Dresden und dem Hygiene-Museum ins Leben gerufen, umfasst sie heute Vorträge, Vorlesungen, Gesprächskreise, thematische Führungen und Konzerte.

Zu den Höhepunkten des Sommersemesters gehörte beispielsweise ein Vortrag zur Restaurierung des Canaletto-Gemäldes. Anders als die Gasthörer an der Uni haben die Senioren die Möglichkeit, an speziell auf sie zugeschnittenen Veranstaltungen teilzunehmen. Im Wintersemester 2010/11 interessierten sich die Senioren am meisten für Veranstaltungen zur Geschichte (414 Zuhörer), zu Kunst (356) und Gesellschaft (354). Auf wenig Interesse stießen Medizin (238) und Musik (259). Im 1. Dresdner Bildungsbericht haben Wissenschaftler festgestellt, dass mit 55 Prozent mehr Frauen zu den Zuhörern zählen. Die Männer sind im Schnitt 71,4 Jahre alt, die Frauen ein Jahr jünger. Und der Altersschnitt der Zuhörerschaft steigt.

Ein Angebot nicht nur für "ältere Semester" ist die Dresdner Bürger-Universität. Diese Veranstaltungen sind im Programmheft der Seniorenakademie aufgelistet. Ein Hochschulstudium oder die Hochschulreife braucht man dafür nicht.

Außerdem haben die Wissenschaftler in ihrem Bildungsbericht Informationen über Gasthörer an den Unis zusammengetragen. Auch als Gasthörer braucht man keine Hochschulreife, kann sich für mehrere Fachrichtungen gleichzeitig einschreiben und muss vor allem hinterher keine Prüfung ablegen. Verglichen mit Leipzig gibt es nur wenige Gasthörer (Dresden: 85; Leipzig: 717). Die meisten Gasthörer verzeichnet die TU (60 Prozent), jeweils 20 Prozent entfallen auf Dresdens Kunst- und Fachhochschulen. Am beliebtesten sind die Sprach- und Kulturwissenschaften, gefolgt von Kunst und Sport, Ingenieurwissenschaften und Humanmedizin. Weiter hinten rangieren Natur-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Und was das Alter der Gasthörer angeht, sind die meisten Wissbegierigen jünger als 30, gefolgt von den 30 bis 40-Jährigen. Die wenigsten Gasthörer finden sich in der Altersgruppe 50 plus. Denn die haben sich ja bereits für die Seniorenakademie eingeschrieben.

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Seniorenakademie für Wissenschaft und Kunst e. V. : wurde 1993 von der TU Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum initiiert; Adresse: Lingnerplatz 1, 01069 Dresden; Tel.: 490 64 70; E-Mail: buero-seniorenakademie@dsa-senioren.de; Gebühr pro Semester 30 Euro

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Dresdner Bürger-Universität : wurde 1994 als Angebot der TU Dresden für die Bürger der Stadt ins Leben gerufen; Adresse: TU Dresden-Information, (Glaspavillon), Mommsenstraße 9; Tel.: 46 33 72 84; Internet: Internet: www.tu-dresden.de/senior; Hörergebühr pro Semester: 30 Euro

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Gasthörer : Adresse: Zentrum für Weiterbildung der TU Dresden, Nürnberger Straße 31 a, 01062 Dresden; Telefon: 46 33 78 11; E-Mail: zfw@tu-dresden.de; Gebühr: 40 Euro pro Semester

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2012

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