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Lokales Grippetote in Dresden
Dresden Lokales Grippetote in Dresden
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18:15 08.02.2019
Symbolfoto. Quelle: dpa
Dresden

Die Grippewelle in Sachsen rollt. Inzwischen gibt es fünf Tote, die Zahl der Erkrankungen hat sich in der ersten Februarwoche verdoppelt - auf 2294 seit Influenza-Saisonbeginn im Oktober 2018, wie aus dem jüngsten Bericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hervorgeht. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind zwischen 20 und 64 Jahren alt und fast ein Drittel Kinder bis 14 Jahre. In Chemnitz starben zwei 64 und 85 Jahre alte Männer. Nach Angaben der Stadt Dresden sind in diesem Jahr zwei Menschen in der Landeshauptstadt an Grippeviren gestorben.

Allein zwischen dem 28. Januar und dem 3. Februar kamen 1161 Fälle, meist von Influenza A, dazu, die Behörde sprach von einem insgesamt „deutlich erhöhten Niveau“. Die meisten Erkrankungen wurden in Leipzig und Dresden sowie dem Landkreis Görlitz gemeldet. Aktuell gab es einen Ausbruch in einer Senioren-WG im Vogtlandkreis, der acht Bewohner erfasste. Die Behörden gehen von einer Dunkelziffer aus, da nicht jeder Betroffene zum Arzt geht und nicht alle Fälle registriert werden.

Zu Jahresbeginn lag die wöchentliche Meldezahl noch je um die 200. Nur die wenigsten der Betroffenen sind geimpft. Das Gesundheitsministerium empfiehlt nach wie vor, sich zu schützen, auch wenn der Aufbau bis zu zwei Wochen dauert, wie eine Sprecherin sagte. Das sei keine hundertprozentige Garantie, aber beste Vorbeugung.

Im November war bereits ein 75-Jähriger gestorben, Ende Januar zwei 66 und 80 Jahre alte Männer. Zudem gab es einen Grippe-Ausbruch in einer Kita im Vogtlandkreis mit 21 erkrankten Kindern und einer betroffenen Erzieherin.

Schon der Winter 2016/2017 mit 83 Toten und 16 700 Erkrankten war ein starkes Grippejahr, das 2017/2018 noch getoppt wurde: 176 Tote und 47 765 gemeldete Erkrankte, zu fast einem Drittel 45- bis 65-Jährige. In der Saison 2015/2016 waren nur knapp 11 000 Fälle und 15 Tote registriert worden.

Von dpa

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