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Lokales Gorbitzer Kita unter den 30 besten Deutschlands
Dresden Lokales Gorbitzer Kita unter den 30 besten Deutschlands
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10:32 28.09.2017
Die Outlaw-Kita in Gorbitz ringt mit 30 weiteren aus ganz Deutschland um den diesjährigen deutschen Kita-Preis 2017. Quelle: Katharina Jakob
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Dresden

Die „Outlaw“-Kindertagesstätte am Limbacher Weg gehört zu den 30 besten des Landes und kommt nun in die engere Auswahl für den deutschen Kita-Preis 2017, der zum ersten Mal vergeben wird. Das haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die deutschen Kinder- und Jugendstiftung in einem Wettbewerb zwischen mehr als 1400 Kitas ermittelt. Im nun folgenden zweiten Auswahlverfahren wird der Gewinner bestimmt, dem 25 000 Euro Preisgeld winken.

Die Gorbitzer Einrichtung beherbergt derzeit 80 Krippen- und 213 Kindergartenkinder, die über das E-Kita-System von der Stadt nach Präferenzen der Eltern zugeteilt wurden. Die Kita-Leiterinnen Margitta Melzer und Yvette Klapsch wollten durch die Bewerbung das Ansehen der Kita steigern und mit einem Erfolg die Leistung der 37 Kinderbetreuer öffentlich anerkennen lassen. Für den Fall, dass die Kita gewinnen sollte oder zu den vier weiteren gehört, die mit jeweils 10 000 Euro honoriert werden, planen die Verantwortlichen mehr Spielsachen und Lernutensilien für den Innen- und Außenbereich des 2012 fertig sanierten Gebäudes der Stadt anzuschaffen. Übergeben werden die Preise im Mai 2018.

Bei der Betreuung der Kleinen ist es Melzer und Klapsch ist wichtig, dass der Nachwuchs sich „wie zuhause“ fühlt und durch „feste Bezugspersonen einen Anker“ findet. Zudem wolle man durch das Programm „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ kompensieren, dass sich die Sprache der Kinder durch moderne Kommunikationsmittel zuhause teilweise verändert habe und auch Menschen mit Migrationshintergrund fördern, deren Eltern „sehr an einer sprachlichen Integration interessiert“ seien, wie Klapsch betont.

Kinder aus anderen Ländern, etwa Eritrea oder Kosovo, würden von den anderen einwandfrei „mit einbezogen und gleich behandelt“, ergänzt Melzer. Man nehme auf die kulturellen Unterschiede, wie den Verzicht auf Schweinefleisch für muslimische Kinder, Rücksicht und die Erzieher hätten „ein besonderes Augenmerk“ auf sie, erläutert Klapsch, aber man merke „keinerlei Entwicklungsunterschiede zu den restlichen Kindern“. In der nominierten Kindertagesstätte liegt ein weiterer Fokus auf der sozialen Bildung, weswegen man auch am Netzwerk für Frühprävention „Kinet“ und am Handlungsprojekt „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ teilnimmt. Damit wolle man Kindern mit schwierigen Lebenssituationen helfen. Auch deren Eltern werden auf Wunsch von der Kita und Therapeuten unterstützt.

Sowohl von den Eltern als auch deren Kindern erfahren die Betreuer der Outlaw-Kita viel positives Feedback, berichten sie – in Form von Zuspruch, Reisepostkarten, reger Teilnahme an internen Festen oder auch langjähriger Treue: Eltern, die selbst einmal in der mittlerweile 33 Jahre alten Kita betreut wurden, melden heute ihre eigenen Kinder dort an.

Von Katharina Jakob

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