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Lokales Glockenturm der Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau bei Gewitter schwer beschädigt
Dresden Lokales Glockenturm der Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau bei Gewitter schwer beschädigt
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18:36 14.09.2017
Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer zeigt den beschädigten Glockenturm, aus den bis zu seiner gründlichen Sanierung vorerst kein Glockenschlag mehr zu hören sein wird. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ein Blitzschlag hat den freistehenden Glockenturm vor der 81 Jahre alten evangelisch-lutherischen Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau schwer beschädigt. Aus Sicherheitsgründen musste das Gelände rings um den Turm an der Clara-Zetkin- / Deubener Straße in einem Radius von 15 Metern abgesperrt werden. Die vier Glocken, drei aus Stahl, eine aus Bronze, schweigen. Wann sie wieder läuten können, ist offen. Für die Reparatur braucht die Gemeinde mit rund 3000 Mitgliedern nun dringend Spenden.

Eingeschlagen war der Blitz mit mächtigem Knall während eines heftigen Gewitters am Abend des 18. August gegen 22.30 Uhr, wie Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer am Donnerstag berichtete. „Zunächst dachten wir, er wäre auf dem benachbarten Neuen Annenfriedhof niedergegangen.“ Dort hatte es tatsächlich einen Baum getroffen und umgeworfen.

Erst am folgenden Morgen fielen ihr und ihrem Mann Markus Manzer, der ebenfalls dort Pfarrer ist, fehlende Schindeln auf dem Dach des Glockenturmes auf. Als sie ihn näher betrachteten, wurde das gesamte Ausmaß der Zerstörung offenbar. Die herbeigerufene Feuerwehr ordnete die Absperrung an und untersuchte. Der Blitz hatte nicht nur Dach und tragende Holzbalkenkonstruktion oben in dem rund 15 Meter hohen Turm beschädigt. „Der Kasten mit der Elektrik der Läuteanlage in der Kanzlei war regelrecht explodiert und hatte Rußspuren hinterlassen.“ In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Anzeige der Photovoltaik-Anlage und die automatische Türöffnung für Rollstuhlfahrer.

Welche Energien der Blitzeinschlag freigesetzt haben muss, offenbarte der Blick an die Hauswand: „Die Befestigungsschrauben des Blitzableiters waren weggesprengt worden.“ Dies zeige, dass auch der Blitzableiter keine Schäden verhindert habe. Zudem habe es in den Glockenturm eingeschlagen, obwohl dieser niedriger sei als die Kirche.

Nun muss der Turm zunächst notgesichert werden, damit nichts herunterstürzen kann. „Ich hoffe, dass das im nächsten Vierteljahr geschieht“, so die Pfarrerin. Dann erst kann alles gründlich saniert, die Absperrung anschließend entfernt werden. Wann, ist offen. Das Regionalkirchenamt habe zugesagt, sich an den Kosten zu beteiligen. Wie hoch sie sind, konnte Gisela Merkel-Manzer noch nicht sagen. Doch die Gemeinde müsse einen erheblichen Teil davon an Spenden aufbringen.

Zum Gottesdienst in der Hoffnungskirche rufen nun vorerst die Glocken der Friedenskirche an der Wernerstraße, die ebenfalls zur Gemeinde gehört.

Von Tomas Gärtner

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