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Lokales Globus bedauert Stadtratsbeschluss
Dresden Lokales Globus bedauert Stadtratsbeschluss
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18:06 02.07.2018
So stellt sich Globus das Areal um den Alten Leipziger Bahnhof vor. Quelle: Kretschmar + Dr. Borchers
Dresden

Das Einzelhandelsunternehmen Globus hat die Entscheidung des Stadtrats bedauert, einen Masterplan für die Leipziger Vorstadt ohne Einkaufsmarkt am Alten Leipziger Bahnhof zu verabschieden. „Das bedauern wir außerordentlich“, erklärte Enrico Wilde, Regionalleiter Standortplanung bei Globus, „insbesondere da wir in der Vergangenheit bereits zahlreiche Vorleistungen getätigt haben und der Stadt mit Zugeständnissen entgegenkommen sind.“ Es würden nun Fakten geschaffen, obwohl bisher keineswegs gesichert sei, ob es in Dresden eine adäquate Ansiedlungsalternative für Globus gebe.

Die Suche nach einem Alternativstandort für das Globus-Vorhaben laufe ungeachtet der Stadtratsentscheidung weiter. Globus bemühe sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung nach wie vor, einen Standort zu finden, dessen Eignung an das bisher vorgesehene Areal am Alten Leipziger Bahnhof heranreiche. „Sollte die Alternativensuche zu keinem positiven Ergebnis führen, werden wir unser Vorhaben am Alten Leipziger Bahnhof im konstruktiven Dialog mit der Stadt weiterverfolgen“, kündigte Wilde an.

Der Stadtrat will anstelle eines Einkaufsmarktes rund 1700 Wohnungen in dem Areal schaffen. Die Grundstücke gehören mehreren Eigentümern, darunter auch Globus. Der Masterplan ist eine Absichtserklärung, entfaltet aber keine rechtliche Wirkung. Nach wie vor hat ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan mit Globus Bestand.

Die „Allianz für Dresden“, die das Globus-Vorhaben verhindern will, kritisierte die Linken im Stadtrat für die Ankündigung, erst bei Vorliegen eines Alternativstandortes für eine Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses zu stimmen. „Wie tief sich die Dresdner Linke einem Großunternehmen wie Globus verpflichtet fühlt, ist schon sehr seltsam und macht nachdenklich“, kommentiert Diego Schwarz, Leiter des Dresdner Kreisverbandes beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und Mitglied der Allianz für Dresden, die jüngste Entwicklung.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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