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Lokales Globalfoundries: Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau
Dresden Lokales Globalfoundries: Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau
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22:58 23.01.2016
Quelle: dpa
Dresden

Rund 200 Mitarbeiter des Dresdner Halbleiterherstellers Globalfoundries haben am Samstagnachmittag gegen den drohenden Abbau von 800 Stellen protestiert. Mit dem Slogan „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Arbeit klaut“ zogen sie vom Hauptbahnhof über die Prager Straße bis zum Dr.-Külz-Ring.

Es gehe darum, Öffentlichkeit herzustellen, so der Betriebsratsvorsitzende Ralf Adam zur der von der IB GCE organisierten Demonstration. Vor dem geplanten Verhandlungsende am 31. Januar wolle man noch einmal lautstark zeigen, dass aus Sicht der Arbeitnehmervertreter durchaus noch Gesprächsbedarf bestehe. „Wir werden in dieser Frage nicht locker lassen“, kündigte IB GCE-Bezirksleiter Gerald Voigt an. Man sei Gesprächsbereit, lehne die „Rasenmähermethode“ beim Jobabbau aber ab.

Beschäftigte des Dresdner Chipherstellers Globalfoundries und deren Angehörige und Kinder haben am Samstagnachmittag gegen den drohenden Stellenabbau beim Halbleiterhersteller protestiert.

Globalfoundries will in Dresden rund 800 von 3700 Arbeitsplätzen abbauen. Wie Adam ergänzt, sind tatsächlich aber rund 1300 Stellen betroffen, da zudem befristete Stellen nicht verlängert und Leiharbeiterstellen abgebaut werden. “Wir sehen unsere Zukunft in Gefahr“, so Adam. Schon jetzt seien die Mitarbeiter teils überlastet, Stellenabbau sei daher kein praktikabler Weg. Sollte sich die Auftragslage wieder bessern, sei die Fertigungsstätte vielleicht gar nicht mehr in der Lage, im gewünschten Umfang zu liefern.

Ja, das Dresdner Werk sei in Sachen Lohnkosten teurer, habe aber andere Vorteile wie die gute Infrastruktur, gute Netzwerke und vor allem die Fachkräfte. „Mitarbeiter sind das Know How“, erklärte er. Und die seien nötig, um wie geplant neue Technologien schneller als die Konkurrenz zu etablieren.

Nach rund 300 Mitarbeitern bei der ersten Protestkundgebung im Dezember kamen dieses Mal rund 200 Mitarbeiter. „Wir haben das schlechteste Wetter, das man erwischen kann“, so Adam.  Viele angestellte hätten bei der Wetterlage mit beginnendem Glatteis im Verkehr festgesteckt.  

sl

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