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Gibt es eine Perspektive für das Sachsenbad?

Stadtverwaltung sammelt Ideen Gibt es eine Perspektive für das Sachsenbad?

Die Stadtverwaltung will nach der Sommerpause im August Ergebnisse der Überlegungen für eine Zukunftsperspektive des Sachsenbades an der Wurzener Straße vorlegen. Das denkmalgeschützte Gebäude verfällt seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Geschätzte 22 Millionen Euro würde es kosten, das Sachsenbad als Schwimmbad wieder herzurichten. Mit Fördergeld vom Freistaat ist nicht zu rechnen.

Quelle: Sebastian Kahnert

Dresden. Die Stadtverwaltung will nach der Sommerpause im August Ergebnisse der Überlegungen für eine Zukunftsperspektive des Sachsenbades an der Wurzener Straße vorlegen. Das denkmalgeschützte Gebäude verfällt seit mehr als zwei Jahrzehnten. Der Stadtrat hatte deshalb die Verwaltung beauftragt, Konzepte für eine kurz- bis mittelfristige Entwicklung des Standortes zu erarbeiten. Außerdem liegt auch eine Petition vor, mit der die Wiedereröffnung des Bauwerks als Bad erreicht werden soll.

Die Verwaltung hat eine Projektgruppe mit Beteiligung des Stadtrates ins Leben gerufen, die zweimal zur Thematik getagt hat. „Grundsätzlich bestand Übereinkunft darüber, den Verfall des Gebäudes aufzuhalten und einer zukünftigen Badnutzung Priorität einzuräumen“, fasste Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) die Ergebnisse jetzt zusammen. Allerdings ist das Sachsenbad nicht im Bäderkonzept enthalten, obwohl es einen Bedarf an einem Schul-, Sport- und Therapiebad im Dresdner Nordwesten gebe.

Das denkmalgeschützte Gebäude verfällt seit mehr als zwei Jahrzehnten

Das denkmalgeschützte Gebäude verfällt seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Quelle: DNN-Archiv im Stadtarchiv Dresden

Das städtische Hochbauamt prüfe verschiedene Nutzungen, etwa als Schwimmbad, Gesundheitsbad, soziokulturelles Zentrum, Gesundheitszentrum, Standort für kommunalen Wohnungsbau und Bildungseinrichtungen. Es würden denkbare Raumprogramme und deren Baufolgekosten untersucht und Fördermöglichkeiten geprüft. Auch die Modalitäten einer Konzeptausschreibung und mögliche Vergabeverfahren würden untersucht, so Schmidt-Lamontain.

Der CDU-Stadtrat Veit Böhm erklärte, die Idealvariante wäre ein Schwimmbad. „Aber das geht aus meiner Sicht nur mit einem privaten Investor. Und der wurde in den vergangenen über 20 Jahren leider nicht gefunden.“ Deshalb sollte die Verwaltung ergebnisoffen nach weiteren Nutzungsvarianten suchen und das Gebäude vielleicht sogar mit klaren Vorgaben für einen Verkauf ausschreiben. „Ich halte es durchaus für möglich, dass uns Investoren eine Lösung präsentieren, auf die wir selbst nicht kommen.“

Der Linke-Stadtrat Tilo Kießling hatte vorgeschlagen, mit den Steuermehreinnahmen dieses Jahres einen Fonds für Investitionen in bedeutsame Dresdner Gebäude in Höhe von 30 Millionen Euro zu bilden. Aus diesem könnte die Wiederbelebung des Sachsenbades finanziert werden.

Sollte die Stadt das Schwimmbad wiederbeleben, würden keine Fördermittel fließen, hatte der Freistaat Sachsen bereits klargestellt. Nach ersten Untersuchungen würde es bis zu 22 Millionen Euro kosten, das Gebäude als Schwimmbad herzurichten. Auch Ausgleichsbeträge, die Grundstücksbesitzer im Sanierungsgebiet Pieschen an die Stadt zahlen müssen, können nicht für das Sachsenbad verwendet werden. Das teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert auf Anfrage von Stadträtin Kati Bischoffberger (Bündnis 90/Die Grünen) mit.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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