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Gewohnheitstäter steht in Dresden erneut vor Gericht

Körperverletzung, Bedrohung, Diebstahl Gewohnheitstäter steht in Dresden erneut vor Gericht

Bei Carlos De A. ist mal wieder eine Menge zusammengekommen. Der 31-Jährige ist ein „Gewohnheitsganove“. Derzeit sitzt er eine Strafe in anderer Sache ab, und da könnte noch was obendrauf kommen. Seit Dienstag muss er sich wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Diebstahls und Hausfriedensbruchs verantworten.

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Quelle: dpa

Dresden.  Bei Carlos De A. ist mal wieder eine Menge zusammengekommen. Der 31-Jährige ist ein „Gewohnheitsganove“, der es einfach nicht lassen kann. Derzeit sitzt er eine Strafe in anderer Sache ab, und da könnte noch was obendrauf kommen. Seit gestern muss er sich wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Diebstahls und Hausfriedensbruchs verantworten – alles Vorwürfe aus dem Jahr 2015.

Der Portugiese soll den Behinderten Roberto R., der ihn in seiner Wohnung in der Berliner Straße aufgenommen hatte, aus dessen Rollstuhl gestoßen und ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Das Opfer rief die Polizei – allerdings erst Stunden nach der Tat. Die Beamten konnte zwar Augenreizungen bei ihm feststellen, aber sonst keine Spuren einer Sprayattacke.

Auch Roberto R. ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern polizei- und justizbekannt und mehrfach vorbestraft. Die beiden kamen – je nach Alkoholkonsum – ganz gut oder gar nicht miteinander aus, dann eskalierte die Situation und so richtig wusste danach keiner mehr, warum.

Carlos De A. hatte aber auch Streit mit vielen anderen Leuten. Er soll den Leiter einer Aldifiliale, der ihn beim Klauen erwischt hatte, gestoßen und bedroht haben: „Ich stech dich ab“. Das scheint ein Lieblingssatz des Portugiesen zu sein, den bekamen auch andere zu hören. Selbst eine schwangere Frau, der er zuvor in den Bauch getreten haben soll.

An der Haltestelle Tharandther Straße habe der 31-Jährige, so die Anklage, einen jungen Mann angetanzt und dabei das Handy geklaut. „Er stand mit einem anderen da, sie sprachen mich an, alberten herum, nahmen mir mein Bier weg, begossen mich damit und verschwanden“, erzählte Marc B. Kurz danach bemerkte er, dass sein Handy ebenfalls verschwunden war. Er suchte vergeblich danach und ging zur Polizei. Als er zurückkam, standen die beiden Männer wieder da, und er bemerkte seine recht auffällige Handyhülle beim Angeklagten. „Das Handy kam 700 Euro, ich hatte es erst ein Vierteljahr. Es ist nie wieder aufgetaucht.“

Stimmt nicht, so Carlos De A., er habe das Telefon nicht gestohlen, sondern die Hülle zufällig auf der Straße gefunden. Der Angeklagte gab einige Taten zu, andere nicht, so müssen weitere Zeugen gehört werden. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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