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Dresden Lokales So verantwortungsbewusst sparen die Dresdner Wasser
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15:07 25.10.2018
Selbst im Oktober hat die Sächsische Dampfschiffahrt noch mit dem geringen Elbpegel zu kämpfen. Auch viele Nebenflüsse führen Niedrigwasser. Quelle: Foto: Barbara Stock
Dresden

Gerade mal 43 Prozent des langjährigen Mittelwerts betrug die Niederschlagsmenge, die in diesem Sommer an der Wetterstation in Klotzsche verzeichnet wurde – eine weit unterdurchschnittliche Bilanz, die sich sichtbar auf die Gewässer in der Stadt auswirkt. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, setzt auch die Trockenheit der vergangenen Herbstwochen den Flüssen und Bächen in Dresden weiter zu. Viele führen Niedrigwasser, nachdem der April 2018 der letzte überdurchschnittlich verregnete Monat war. Höhepunkt waren die Monate Juli und August mit nur einem Viertel bis einem Drittel der üblichen Monatssumme an Regen.

Kein Trampelpfad – sondern das ausgetrocknete Flussbett des Kaitzbachs im Bereich der Bürgerwiese im Juli diesen Jahres. Quelle: Sebastian Kositz

Naturbelassene Gewässer erholen sich schneller

„Unsere Kontrollen haben gezeigt, dass die meisten Bürger verantwortungsbewusst mit dem seit 27. Juli auferlegten Verbot für Wasserentnahmen umgegangen sind“, erläutert Heide Spenst, Sachgebietsleiterin Oberflächengewässer im Umweltamt. Demnach seien kaum Verstöße feststellt worden. Da die Situation weiterhin angespannt sei, sollte die Wasserentnahme mit einer Pumpvorrichtung nach wie vor unterbleiben. „Wir appellieren an die Vernunft der betreffenden Eigentümer, Anlieger und Pächter. Auf keinen Fall dürfen die Gewässer durch Wasserentnahmen austrocknen oder das Wasser durch Querbauwerke aufgestaut werden“, erklärt Heide Spenst weiter. Das Umweltamt überwacht die Situation vor Ort weiterhin.

Durch lang anhaltende niedrige Wasserstände könne das Ökosystem eines Gewässers empfindlich gestört werden. Fische und Kleinstlebewesen seien gefährdet. Noch prekärer ist die Situation, wenn das Gewässer bereits ausgetrocknet ist. „In solchen Fällen können wir jetzt noch nicht beurteilen, welche Langzeitschäden an der Tier- und Pflanzenwelt durch die lange Trockenzeit entstanden sind. Allerdings erholen sich naturnahe, ursprüngliche Gewässer wesentlich besser von solchen Extremwetterperioden als kanalisierte oder bereits geschädigte Bäche und Flüsse“, ergänzt Jürgen Neumann, Gewässerökologe im Umweltamt.

Infos zur aktuellen Wasserführung sowie zum Wasserrecht bei der Unteren Wasserbehörde im Umweltamt telefonisch unter 0351/488 62 83 oder per E-Mail an umwelt.recht1@dresden.de

Von DNN

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