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Lokales Gestohlene Stolpersteine in der Südvorstadt werden ersetzt
Dresden Lokales Gestohlene Stolpersteine in der Südvorstadt werden ersetzt
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11:17 03.11.2015
Quelle: Stolpersteine für Dresden e.V., Ronny Geißler
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Dresden

Die vier aus der Dresdner Südvorstadt entwendeten Stolpersteine für die jüdische Familie Reichenbach werden ersetzt. Nach dem Spendenaufruf seien mehr als 600 Euro zusammengekommen, obwohl die Erneuerung der Steine nur 480 Euro kostet, teilte der Verein Stolpersteine für Dresden e.V. auf seiner Facebook-Seite mit.

Die erst am 29. September verlegten Stolpersteine an der Andreas-Schubert-Straße 44 wurden in der Nacht zum 16. Oktober gestohlen. Auch die danebenliegenden Steine für eine weitere Familie sollten offenbar verschwinden, da sie Spuren von Gewalteinwirkung aufweisen.

Vier Stolpersteine für die jüdische Familie Reichenbach sind in der Nacht zum 16. Oktober in der Dresdner Südvorstadt gestohlen worden. Foto: Stolpersteine für Dresden e.V., Ronny Geißler

In London lebende Angehörige beider Familien hätten sich entsetzt gezeigt, äußerten aber zugleich, dass die Steine ersetzt werden sollten, um ein deutliches Zeichen zu setzen.

Die kleinen Messingplatten erinnerten an Martin Joachim (*1879), Lotte (*1887), Ursula Eva (*1912) und Claus Peter Reichenbach (*1920). Der Sohn Claus Peter hatte die Verlegung der Steine angeregt, konnte die Realisierung aber nicht mehr miterleben, da er hochbetagt im Juni verstarb, teilte der Verein mit. Dem Initiator war die Flucht aus Nazideutschland gelungen. Im Londoner Exil änderte er seinen Namen in Peter C. Rickenback.

ttr

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