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Gesichter hinter den Stimmen in Dresden

Synchronsprecher berühmter Schauspieler Gesichter hinter den Stimmen in Dresden

30 Porträtfotos, 30 Geschichten und 30 einzigartige Stimmen: Der Fotograf Marco Justus Schöler zeigt in seiner Ausstellung „Faces Behind The Voices“ im Dresdner Hauptbahnhof die anonymen Gesichter hinter den bekanntesten Synchronschauspielern.


Quelle: Marco Justus Schöler

Dresden. „Yippie-ya-yeah-Schweinebacke“ – eines der wohl berühmtesten Filmzitate. Jeder kennt Bruce Willis und jeder kennt „Stirb langsam“. Doch wer hinter der markanten Sprechstimme, die Kunden eines Baumarktes auch 20 Prozent auf alles außer Tiernahrung gibt, steckt, wissen nur die wenigsten. Ebenso, dass sich hinter Bart Simpson und Hilary Swank („Million Dollar Baby“) die gleiche Synchronsprecherin verbirgt: Sandra Schwittau verleiht der Oscar-Preisträgerin und der Comic-Figur regelmäßig ihre Stimme.

30 Porträtfotos, 30 Geschichten und 30 einzigartige Stimmen: Der Fotograf Marco Justus Schöler zeigt in seiner Ausstellung „Faces Behind The Voices“ im Dresdner Hauptbahnhof die anonymen Gesichter hinter den bekanntesten Synchronschauspielern. Unter den Porträtfotos befinden sich Kopfhörer und Tablet – persönliche Geschichten, Filmzitate und Rätsel führen die Besucher zu der Auflösung, welche Stars sich hinter dem Synchronsprecher verbergen.

Die Idee zu Schau kam Schöler bei – wo auch sonst – einem Filmabend mit seiner Freundin. „Wir haben ’Shutter Island’ geschaut. An einer Stelle im Film hält Leonardo DiCaprio einen langen, emotionalen Monolog – ich musste unbedingt wissen, wieder Mensch aussieht, der eine solche markante Stimme hat.“ Als er erfuhr, wer sich hinter der Stimme verbirgt, staunte er nicht schlecht. Das animierte den 26-Jährigen, weiter zu suchen und googlete sämtliche deutsche Synchronstimmen berühmter Hollywood-Schauspieler. Er nahm Kontakt zu insgesamt 120 Sprechern auf. Anfänglich hagelte es viele Absagen, einige der Synchronsprecher wollten lieber anonym bleiben. Doch schon drei Wochen später fuhr er nach München, um die ersten Teilnehmer zu porträtieren. Allesamt vor beigem Hintergrund mit schwarzem Pullover und ausdrucksloser Mine. Insgesamt 30 dieser Werke sind das Ergebnis seines Projekts. Einige Stimmen fehlen Marco Justus Schöler allerdings in seiner „Sammlung“: „Ich hätte gerne die Synchronsprecher von Robert De Niro und George Clooney portraitiert, die wollten leider nicht mitmachen – das hat mich gefuchst.“

Begleitend zur Ausstellung ist ein Bildband „Faces Behind The Voices“ im Verlag seltmann+Söhne erschienen. Die gleichnamige App kann im App Store heruntergeladen werden. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Juni in der Kuppelhalle des Hauptbahnhofs zu sehen.

Von Juliane Weigt

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