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Lokales Gericht: Abgerissene Dresdner Villa muss nicht wieder aufgebaut werden
Dresden Lokales Gericht: Abgerissene Dresdner Villa muss nicht wieder aufgebaut werden
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16:37 27.09.2017
2014 war die Villa abgerissen worden. Ein Wiederaufbau ist jetzt erst einmal vom Tisch.  Quelle: Archiv
Dresden

Im Streit um eine abgerissene Villa an der Tolkewitzer Straße in Dresden-Blasewitz hat die Stadt vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Wie das Verwaltungsgericht am Mittwoch mitteilte, muss die einst denkmalgeschützte Villa vom Besitzer nicht wieder aufgebaut werden. Die Forderung, das Gebäude wieder aufzubauen, sei „ermessensfehlerhaft“ und nicht verhältnismäßig. Die Stadt kann binnen eines Monats Berufung am Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen einlegen.

Das 1920 errichtete Bauwerk hatte zwischen 2013 und 2014 drei Mal gebrannt. Am 16. Mai 2014 rollte ein Bagger auf dem Grundstück an. Im Juni 2014 war die Villa dem Erdboden gleichgemacht. Die Stadt zeigte den Eigentümer, der schon 1998 den Abriss beantragt hatte, an. Ein Verfahren wegen Brandstiftung stellte die Staatsanwaltschaft mangels Tatverdacht ein. Ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Denkmalschutzgesetz wurde vom Amtsgericht gegen eine Geldauflage eingestellt. 2015 ordnete die Stadt den Widderaufbau an, den das Gericht nun zurückwies.

Das Gericht begründete seine Entscheidungen unter anderem mit den vor dem Abriss entstandenen Schäden. Zudem könne ein Wiederaufbau immer nur ein reines Abbild des früheren Zustandes und kein Kulturdenkmal sein.

Von sl

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