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Lokales Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Moschee-Bomber
Dresden Lokales Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Moschee-Bomber
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18:07 26.09.2017
Nur weil die Bombe nicht richtig zündete, blieben der Imam der Moschee und seine Familie unverletzt. Quelle: dpa
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Dresden

Die Generalstaatsanwaltschaft hat wie angekündigt Anklage gegen den mutmaßlichen Moschee-Attentäter Nino K. erhoben (DNN berichteten). Dem 30-Jährigen werden demnach unter anderem versuchter Mord, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und versuchte schwere Brandstiftung vorgeworfen. Nino K., der im Sommer 2015 als Redner auf der Dresdner Pegida-Bühne gestanden hatte, habe aus „ausländerfeindlichen Motiven“ am 26. September 2016 vor der Haustür der „DiTib Fatih Camii Moschee“ einen Spreng- und Brandsatz mit Zeitzünder abgelegt, obwohl er wusste, dass der Imam der Moschee und dessen Familie sich in der Wohnung befanden, heißt es in der Anklageschrift. Zu „schwerwiegenden Folgen kam es nur deshalb nicht, weil die Spreng- und Brandvorrichtung nicht wie geplant vollständig gezündet hat“. Lediglich das Gebäude der Moschee hatte damals teils schweren Schaden genommen. Die Bilder vom Anschlagsort sorgten wenige Tage vor der Einheitsfeier in Dresden weltweit für Aufsehen.

Ferner wird Tino K. der Bombenanschlag auf das „Internationale Congress Centrum“ am Ostraufer zur Last gelegt. Außerdem soll er bereits einige Tage vor den Bombenanschlägen einen Molotwococktail hergestellt, später aber in der Elbe entsorgt haben. Dort fanden die Ermittler auch einen funktionstüchtigen Spreng- und Brandsatz, den der 30-Jährige aus nicht bekannten Gründen versenkt hatte. Nach der Festnahme von Tino K. Anfang Dezember 2016 wurde ein weiterer Sprengsatz mit 4,6 Kilogramm Gewicht gefunden, der einsatzbereit in der Wohnung des Beschuldigten lag.

Von uh

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