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Lokales Generalsanierung der Sempergalerie dauert an
Dresden Lokales Generalsanierung der Sempergalerie dauert an
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11:12 06.11.2018
am 05.11.18 in Dresden : Die Baustelle der Sempergalerie Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Sixtinische Madonna zeigt ihr schönes Gesicht auf der Baustellenverkleidung. Dort will sie Besuchern offenbar sagen, dass diese trotz Gerüsten und Absperrungen den Weg zu ihr finden können. Seit drei Jahren ist die Madonna neben einer reduzierten Auswahl weiterer Gemälde im sanierten Ostflügel der Sempergalerie am Zwinger zu besichtigen. Am 7. Dezember 2019 wollen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) die komplette Gemäldegalerie Alte Meister, zu der nun auch Skulpturen bis 1800 gehören, wieder eröffnen. Diesen Termin haben die SKD öffentlich festgelegt, unabhängig davon, wie es derzeit noch im und um den Westflügel aussieht.

Bei einem Baustellenrundgang nannte Finanzminister Matthias Haß (CDU) Mitte 2019 als Fertigstellungstermin der Generalsanierung. Der Freistaat wolle das Gebäude auch künftigen Besuchergenerationen erhalten und „die Alten Meister in einem erstklassigen Ambiente auf dem aktuellsten technischen Stand präsentieren“. Der ausführende Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) will die Gesamtbaumaßnahme Ende des zweiten Quartals 2019 abschließen. Danach läuft die Phase der Einrichtung und Hängung der Bilder, die ein weiteres halbes Jahr in Anspruch nimmt.

Die Gesamtbaukosten bezifferte Haß mit 49,8 Millionen Euro. Das sind 2,8 Millionen Euro mehr als anfangs veranschlagt. Gewichtiger zu Buche aber schlägt die zeitliche Verzögerung. Ursprünglich sollte die Komplettsanierung und Modernisierung Ende 2017 abgeschlossen sein. Nun braucht sie zwei Jahre länger – nicht zuletzt, so war zu hören, weil freie Kapazitäten bei Baufirmen Mangelware geworden sind und manche Ausschreibung wiederholt werden musste. Und auch nicht alles fiel zufriedenstellend aus. So wirkt die graue Wandbespannung im Ostflügel fleckig (DNN berichteten). Geändert hat sich daran bis heute nichts. Die Verhandlungen mit der betreffenden Firma laufen noch, erklärte SIB-Niederlassungsleiter Ulf Nickol. Die Frage sei, wie viel Prozent Ungleichheit zu akzeptieren sind.

Im Westflügel soll sich das Dilemma nicht wiederholen. Es wird eine andere Stoffqualität eines anderen Herstellers geben. An diesem Teil der Sempergalerie hat sich schon vieles getan. So ist die Fassade zum Zwingerhof saniert. Jetzt ist die Seite zum Theaterplatz an der Reihe, wo auch die Sandsteinsockel neu entstehen. Ebenfalls neu sind die Fenster mit einem speziell bedampften Sicherheitsglas, das dennoch Tageslicht in natürlicher Färbung durchlässt. Ein Schutz vor starker Sonneneinstrahlung wird noch folgen. Auch die technisch ausgeklügelten Oberlichter über den großen Ausstellungssälen sind fertiggestellt. Hier lässt ein Mikroraster im Glas nördliches Tageslicht herein, dass keine Verschattung der Gemälde erzeugt. Das Dach ist teilweise neu in Kupfer gedeckt. Der Innenausbau aber hat erst begonnen, unter anderem mit den technischen Voraussetzungen zur Klimatisierung der Räume, die übrigens vom Dachgeschoss aus erfolgt.

Aufgrund massiver Schäden durch Wassereinbrüche und Schimmel sowie wegen mangelhafter Sicherheits- und Brandschutztechnik startete im Oktober 2013 die Generalsanierung in zwei großen Bauabschnitten, beginnend mit dem Ostflügel. Er wurde im Oktober 2015 wieder eröffnet. Entstanden sind auch ein neues Treppenhaus, ein Aufzug und ein Verbindungsgang zum Westflügel. Dessen Sanierung begann im November 2015.

Von Genia Bleier

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