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Lokales Gemeinnützige Materialvermittlung will sich im Dresdner Stadtleben bewähren
Dresden Lokales Gemeinnützige Materialvermittlung will sich im Dresdner Stadtleben bewähren
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08:08 26.04.2018
Norbert Rost ist Leiter des Projekts „Zukunftsstadt“. Quelle: Andreas Tampe/PR
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Dresden

 Ein neues Projekt für Dresdens Bewerbung als deutsche „Zukunftsstadt 2030“ will in die Praxisphase gehen. Die „Materialvermittlung Dresden“ will im Rosenwerk ein Materiallager für verschiedene Restbestände errichten.

Das Projekt sucht zum Beispiel Muster, Fehlproduktionen oder Materialüberschüsse, wie Holz, Seile, Folien, Farben oder Schläuche als Spende. Diese werden dann gegen geringe Kosten beispielsweise an Schulen, Künstler oder Ergotherapeuten gegeben, die damit weiterarbeiten.

Bereits viele Unterstützer

Mit der Unterstützung der Städtischen Umwelt- und Kommunalwirtschaft, dem Künstlerbund Dresden, der Ostrale, der Internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste, dem Verein Omse, dem Dresdner Umweltzentrum sowie dem Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der TU Dresden hat das Projekt zur Ressourcenschonung mehrere Partner gefunden. Nun hat die Initiative einen Antrag für ein „Reallabor“ gestellt, um die Idee einem Praxistest zu unterziehen.

Eine nachhaltige Vision für Dresden soll konkret werden

Das wird möglich, wenn es die Landeshauptstadt in das Finale des Bundeswettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“ des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) schafft.

Die Aufgabe besteht darin, zusammen mit Bürgern, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision für das Dresden der Zukunft zu entwickeln.

Dresden gehört zu den Top 20

Von ehemals 51 Nominierten haben es aktuell 20 Bewerber in die zweite Projektphase geschafft. Jetzt geht es darum, aus anfänglichen Visionen konkrete Pläne für die Umsetzung zu entwickeln – wie die Materialvermittlung als Mittel für die Ressourcenschonung in der Stadt.

Noch in diesem Jahr wählt das BMBF acht Teilnehmer für die dritte und finale Phase des Wettbewerbs aus, indem die Umsetzung der Ideen in „Reallaboren“ im städtischen Alltag geprüft wird. Für die Umsetzung der nachhaltigen Ideen zur Stadtentwicklung können die nominierten Städte und Kommunen bis zu 200 000 Euro vom BMBF bekommen. Den acht Gewinnerstädten winken eine Million Euro Förderung für die nachhaltigen Projekte.

Erfahrung zu nachhaltigen Materialkreisläufen sammeln

Die „Materialvermittlung Dresden“ arbeitet mit dem Verein „Kunst-Stoffe Berlin“ zusammen in dem vom Umweltamt gefördertem Projekt „Wiederverwendung in der kommunalen Ressourcenpolitik verankern“. Die Teilnehmer wollen Erfahrungen zum Aufbau von nachhaltigen Materialkreisläufen sammeln. Weitere Informationen zum Dresdner Projekt sind unter konglomerat.org/projekte/materialvermittlung.html verfügbar.

Von Tomke Giedigkeit

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