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„Gelebte Integration“ in Dresdner Tafelgärten

Soziales Projekt „Gelebte Integration“ in Dresdner Tafelgärten

Im Rahmen der Initiative„Tafelgärten“ gärtnern auf dem Gelände des Kleingartenvereins Ostragehege aktuell 24 Langzeitarbeitslose und Asylbewerber. Unter Anleitung pflanzen sie Obst und Gemüse für die Dresdner Tafel. Seit zwei Jahren existiert das Pilotprojekt nahe der Messe.

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Miriam Creutzberger (links) pflanzt mit Eva Jähnigen Kräuter

Quelle: Tomke Giedigkeit

Dresden. Im Rahmen der Initiative„Tafelgärten“ gärtnern auf dem Gelände des Kleingartenvereins Ostragehege aktuell 24 Langzeitarbeitslose und Asylbewerber. Unter Anleitung pflanzen sie Obst und Gemüse für die Dresdner Tafel. Seit zwei Jahren existiert das Pilotprojekt nahe der Messe auf Flächen, die nach Hochwasserschutzverordnungen nicht für gewöhnliche Gartenlauben zugelassen sind.

Die Maßnahme wird vom Jobcenter und dem Sozialamt unterstützt, so dass die Teilnehmer für 100 Stunden Arbeit rund 80 Euro zu ihren Sozialleistungen dazu verdienen. Projektleiterin Annette Huhle betont, dass die regelmäßige Gartenarbeit den Flüchtlingen helfe, sich an die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes zu gewöhnen. Neben dem Gefühl einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, schult die Maßnahme Softskills, wie Pünktlichkeit.

Die Teilnehmer werden dem Projekt vom Sozialamt zugewiesen. Anleiterin Miriam Creutzberger freut sich, dass viele deutsche Teilnehmer dem Projekt auch im zweiten Jahr treu geblieben sind. Ein Problem sei die hohe Fluktuation unter den Flüchtlingen, bemängelt Creutzberger. Die Verständigung ist nicht immer ganz einfach, „aber mit Händen und Füßen klappt das“ lacht die studierte Gartenbauerin.

Gerald Svarovsky, Regionalmanager der Bildungsstätten DPFA wünscht sich die Vergrößerung der Tafelgärten, beispielsweise am Altelbarm oder auf dem Gelände der Streuobstwiesen an der Hansastraße. Er freut sich, dass sozial benachteiligte Menschen ihre Fachkentnisse in das Projekt einbringen können. So könnte in Zukunft auch eine Imkerei ins Leben gerufen werden. Svarovski möchte auch den Nachbarn der Schrebergartenanlage Ostragehege seinen Dank aussprechen, die das Projekt mit ihren Gartengeräten unterstützen. Der gute Fortgang des Projekts erfreut Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Die Grünen). Sie bezeichnete das Projekt als „gelebte Integration“ und wertvollen Beitrag für das ökologische Bewusstsein der Dresdner.

Besonders der stetige Fortbestand der Tafelgärten ist dem Vorsitzenden des Stadtverband Dresdner Gartenfreunde, Thomas Hoffmann, wichtig. Aktuell entsteht eine Schmetterlingswiese, die dem heimischen Krabbeltieren ein Zuhause bieten soll. Probleme bereiten den Tafelgärtnern die winterlichen Temperaturen. Sie sind auf der Suche nach geeigneten Hallen, um das Projekt auch in den Wintermonaten fortführen zu können. Umweltbürgermeisterin Jähnigen sichert ihre Unterstützung zu und zieht in Betracht die städtische Wirtschaftsförderung mit ins Boot zu holen.

Von Tomke Giedigkeit

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