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Lokales Geldstrafe wegen SEK-Einsatz nach Hundehaufen-Streit
Dresden Lokales Geldstrafe wegen SEK-Einsatz nach Hundehaufen-Streit
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08:58 27.07.2017
Hundehaufen auf Fußwegen, in Höfen oder Parks sind eklig und sorgen immer wieder für Ärger  Quelle: dpa
Dresden

 Hundehaufen auf Fußwegen, in Höfen oder Parks sind eklig und sorgen immer wieder für Ärger – am Abend des 12. April 2016 sogar für einen SEK-Einsatz. Jörg W. hat sich schon oft über die Tretminen im Innenhof seines Hauses auf der Wilsdruffer Straße geärgert, berechtigterweise. Am Abend des 12. April 2016 Jahres griff er allerdings zu Wildwest-Methoden, als er einen Hund bemerkte, der im Hof sein „großes Geschäft“ erledigte. Der 62-Jährige gab den Sheriff, griff nach einem Streit mit dem Besitzer zur Waffe und zielte sekundenlang zuerst auf den Hund und dann auf das Herrchen. Der fühlte sich bedroht und rief die Polizei.

Die rückte mit knapp 100 Beamten an. Die Wilsdruffer Straße wurde zwischen Altmarkt und Postplatz gesperrt, Restaurants und ein Fitnessstudio geräumt. Die Beamten stürmten die Wohnung und fanden mehrere Schreckschusswaffen und Munition. Wegen Bedrohung und unerlaubten Besitzes von Schusswaffen stand Jörg W. nun vor dem Amtsgericht.

Er sei erbost gewesen, weil die Leute nie die Hinterlassenschaften ihrer Hunde wegräumen, erklärte der Angeklagte. Aber er habe nicht mit einer Waffe gedroht, sondern mit einer Taschenlampe, die er gerade in der Hand hatte, herumgefuchtelt. Die Hundebesitzer waren sich allerdings sicher, dass es sich um einen pistolenähnlichen Gegenstand gehandelt habe. „Es war eindeutig eine Waffe, er hielt sie auch so. Eine Taschenlampe hält man anders.“ Dem folgte auch das Gericht und verurteilte Jörg W. zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 30 Euro.
 

Von ml

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