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Lokales Gehweg auf dem Blauen Wunder ist ab Herbst wieder zugänglich
Dresden Lokales Gehweg auf dem Blauen Wunder ist ab Herbst wieder zugänglich
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18:34 28.07.2017
Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen und Tiefbauamtes, stellt am Freitag die Sanierungsplanung für das Blaue Wunder bis zum Jahr 2023 vor. Unter anderem sollen die Stahlteile und das innere Geländer ausgetauscht werden.   Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Noch bis zum 20. Oktober sanieren fünf Bauleute und ein Polier den oberstromseitigen Gehweg auf der Loschwitzer Elbbrücke „Blaues Wunder“. Für die Arbeiten wurde zunächst jeweils ab Brückenmitte ein Hängegerüst angebracht. Dieses misst in Richtung Schillerplatz etwa 70 Meter und in Richtung Körnerplatz 20 Meter. Die Bauleute der Firma „Backer Bau“ aus dem Hainich haben bis zum jetzigen Zeitpunkt die Stahlbetonplattenbelag und die Unterkonstruktion aus Stahl ausgebaut und erste Proben des vorhandenen Farbanstrichs an allen Stahlbauteilen genommen.

Die Sanierungsarbeiten am Blauen Wunder werden noch bis zum Jahr 2023 andauern. Im Oktober soll jedoch der oberstromseitige Gehweg wieder zugänglich sein Quelle: Dietrich Flechtner

Bei der Auswertung hat sich bestätigt, dass die Unterschicht des Farbanstrichs Blei enthält und älter als 30 Jahre ist. Aufgrund des Bleigehalts wird der Anstrich bis zur ersten Grundbeschichtung des Stahlbaus unter besonderen Schutzvorkehrungen abgetragen und entsorgt. „Blei ist gesundheitsschädlich und deswegen müssen die Arbeiter besonders vorsichtig vorgehen, damit auch kein Blei in die Elbe gelangt“, erklärt der Leiter des Straßen und Tiefbauamtes Reinhard Koettnitz, „daher haben wir auch für die Arbeiter eine Schwarz-Weiß-Anlage an der Baustelle aufgestellt, in der sie sich nach der Arbeit duschen und umziehen können.“

Die Abstrahlarbeiten am Blauen Wunder beginnen Mitte August und dauern 14 Tage. Danach wird der neue Korrosionsschutz in mehreren Farbschichten aufgetragen. Der neue Eichholzbohlenbelag für den Gehweg wird ab Mitte September auf der Brücke verlegt. „Wir wollen den Gehweg, wie auch die gesamte Brücke, originaltreu wiederherrichten. Auch das Geländer aus den 70er Jahren werden wir wieder anbringen, da es noch sehr gut erhalten ist“, erklärt Koettnitz gegenüber den DNN. Die Sanierung des oberstromseitigen Gehweges beläuft sich auf 418 Tausend Euro, die teils durch Fördermittel vom Freistaat aufgebracht wurden.

Die Sanierungsarbeiten am Blauen Wunder werden noch bis zum Jahr 2023 andauern. Im Oktober soll jedoch der oberstromseitige Gehweg wieder zugänglich sein Quelle: Dietrich Flechtner

Die Sanierung des oberstromseitigen Gehweges ist aber nur der Anfang der Komplettsanierung der denkmalgeschützen Brücke. In der Planung bis zum Jahr 2023 ist der Austausch der Stahlteile und des inneren Geländers des Blauen Wunders vorgesehen. Zudem soll die komplette Brücke mit einem Korrosionsschutz versehen werden. „Die richtige Form der Beschichtung wird im Moment noch diskutiert. Im Gespräch ist zum Beispiel eine Beschichtung auf Acrylbasis“, erklärt der Leiter des Straßen und Tiefbauamtes gegenüber den DNN. 2020 soll dann der unterstromseitige Gehweg in Angriff genommen werden. Finanzielle Unterstützung von drei bis vier Millionen Euro pro Jahr wurde laut Koettnitz vom Stadtrat über die nächsten zehn Jahre zugesichert: „Inwiefern der Verkehr auf der Brücke und die Schifffahrt während der einzelnen Sanierungsabschnitte eingeschränkt ist, ist derzeit noch nicht klar. Die Informationen werden aber rechtzeitig herausgegeben.“

mir

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