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Lokales „Gehe“-Berufsschule zieht es nach Prohlis
Dresden Lokales „Gehe“-Berufsschule zieht es nach Prohlis
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08:09 10.09.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa
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Dresden

Das Berufliche Schulzentrum „Franz Ludwig Gehe“ spricht sich für einen Umzug nach Prohlis aus. „Die Schulkonferenz hat mit breiter Mehrheit dafür gestimmt“, sagte Schulleiter Lars Kluger am Wochenende auf DNN-Anfrage. Am Dienstag befasst sich der Bildungsausschuss des Stadtrats mit dem Thema und Ende September könnte die Entscheidung im Stadtrat fallen.

Mit der Haltung der Schule kommt Schwung in eine nahezu endlose Debatte um den Standort des Berufsschulzentrums (BSZ), das bislang seinen Sitz am Leutewitzer Ring 141 in Gorbitz hat. Dort will die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit ein allgemeinbildendes Gymnasium ansiedeln, momentan wird der Stadtort mehr und mehr zu Baustelle. Lange Zeit hatte sich Kluger, früher Stadtrat der CDU, gegen einen Umzug gewährt. Auch Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hält davon nicht viel.

Nach dem Stadtratsbeschluss zur Einrichtung eines Gymnasiums am Leutewitzer Ring entschied sich Vorjohann jetzt für den Umzug des BSZ an die Boxberger Straße 1 (DNN berichteten). Dort war vor Jahren vergeblich versucht worden, ein Gymnasium anzusiedeln. Die Stadt ist der Ansicht, dass es dafür aber keinen ausreichenden Bedarf gibt. Ein weiteres Gymnasium will die Stadt nunmehr an der Bodenbacher Straße einrichten. Dieser Standort sei zentrumsnäher und liege damit eher dort, wo der Bedarf an Gymnasiumsplätze entstehe. Sowohl dort als auch an der Boxberger Straße sollen Neubauten entstehen.

Schulleiter fordert zügigen Abriss der Gebäude an der Boxberger Straße

Da der Stadtrat für Prohlis eine Schule mit dem Bildungsweg zur Hochschulreife fordert, müsste an der Boxberger auch ein Berufliches Gymnasium entstehen. Mit dem Profil „Wirtschaft“ könnte dies in Konkurrenz zu einer gleichartigen Einrichtung in Pirna treten. Die Planungshoheit für berufliche Gymnasien liegt aber mittlerweile beim Land. Daher soll mit der Stadtratsentscheidung Ende des Monats der Oberbürgermeister aufgefordert werden, „sich beim Freistaat für die Einrichtung eines beruflichen Gymnasiums am neuen Standort des Berufsschulzentrums einzusetzen“. Für die Errichtung von Schulneubauten gilt von der Entscheidung bis zur Fertigstellung allgemein ein Zeitraum von fünf Jahren als realistisch.

Kluger fordert daher jetzt unumkehrbare Entscheidungen. Unabhängig von den Finanzen der Stadt müsse der Neubau auf der Boxberger Straße vorangetrieben und im Haushalt 2019/2020 abgebildet werden. „Das muss dann unabhängig von Wahlergebnissen auch so umgesetzt werden“, sagte Kluger. Es dürfe nicht sein, dass bei möglicherweise anderen Mehrheitsverhältnissen nach der Kommunalwahl im Mai 2019 wieder alles anders gemacht wird. Sollte ein berufliches Gymnasium eingerichtet werden, kommt für Kluger nur das Profil „Wirtschaft“ in Frage. Zudem müsse die Stadt mit dem Abriss der maroden Altgebäude auf dem ehemaligen Schulstandort an der Boxberger Straße beginnen. „Sonst entsteht kein Vertrauen in die Entscheidung“, erklärte Kluger.

Von Ingolf Pleil

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